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von: waladmin am 19.04.2006, 23:16 Uhr in Saftbox,Säfte und Nektare

Auf Wunsch meines Produktionsleiters (mein Bruder, Jens Walther), der sich wegen der vielen Meldungen über Druckchemikalien in Säften wirklich Sorgen um unseren Ruf macht, hier eine Klarstellung:

Bei diesen Medienberichten ist immer wieder die Rede von “Saftkartons”. Diese Verpackungen haben nichts mit unseren Saftboxen zu tun. Es handelt sich vielmehr um Getränkekartons, welche aufgrund der Marktführerschaft von Tetrapak, umgangssprachlich fast auschließlich “Tetrapaks” genannt werden. Um keine Schwierigkeiten zu bekommen: Tetrapak selbst stellt seine Verpackungen seit Anfang des Jahres ohne Verwendung dieser Chemikalie her. Siehe hier!

Gestern überlegte ich krampfhaft, wieso dieser Stoff in den Saft gelangen kann, wenn er doch außen auf dem Karton angebracht ist. Dann fiel mir aber ein, daß ich während eines Besuches bei der damals insolventen, inzwischen aber wieder erholten, Molkerei Immergut in Schlüchtern gesehen habe, wie die Verpackungen vor der Verarbeitung bzw. Abfüllung aussehen. Es sind praktisch riesige Papierrollen, die während des Verpackungsvorganges zu Schläuchen geformt werden, bevor die Milch oder ähnliches herein gefüllt werden. So aufgerollt, hat natürlich die Innenseite eines Kartons immer Kontakt mit der Außenseite der unteren Lage. (schwierig zu beschreiben). Wenn man diesem Link folgt und sich die Seite 14 anschaut, kann man es sich besser vorstellen. Ist auch sonst ganz interessant.

Unsere Säfte sind auch im Karton. Allerdings wird der Saft zunächst in den lebensmittelechten Beutel gefüllt, luftdicht verschlossen und dann in einen Karton gepackt. Das heißt, niemand muß sich Sorgen machen, weil der Saft nie mit dem Karton in Berührung kommt.





Kommentare

1 Kommentar
  1. Uwe Keim 10. Februar 2006, 06:31

    Schon ein paar mal habe ich gelesen (in einem Warentest-Heft z.B.), daß in Tankstellen die dort verkauften Snacks (z.B. so Schokoriegel) einen erhöhten Benzol-Gehalt (oder sonst was giftiges) enthalten.

    Und daß nur weil sie dort an der Tankstelle rumliegen. Und zwar verpackt. Ich glaube also nicht, daß “ist doch verschlossen” als Begründung ausreicht.

    Ein Chemiker kann das sicher mit Diffusion und Molekülgröße und so gut erklären, aber “100% dicht” wird es sicher gar nicht geben.

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