Sind Firmen-Weblogs eine Gefahr oder eine Chance?
von: am 19.04.2006, 23:09 Uhr in Weblog, Öffentlichkeit
In der heutigen Internetausgabe der Lebensmittel-Zeitung beschäftigt sich der Journalist Jörn Poppelbaum mit Corporate Weblogs. Unter der Überschrift “Bei Pizza versagt Aldi” werden vornehmlich die Gefahren von Firmen-Weblogs dargestellt. Unter anderem heißt es dort:
“Dabei sind die Gefahren, aber auch die Möglichkeiten, die in dieser neuartigen Kommunikationsform stecken, beträchtlich. Geraten etwa fehlerhafte Produkte ins Visier privater Blogger, kann sich das schnell wie ein Lauffeuer herumsprechen und ein PR-Desaster auslösen.”
Diese Gedanken waren durchaus bei mir vorhanden, als wir im Januar unseren Weblog starteten. Mittlerweile teile ich voll und ganz die Meinung von Martin Röll, der in einem uns vorab zur Verfügung gestellten Leserbrief an die Lebensmittelzeitung schreibt:
Sehr geehrte Damen und Herren,
in Ihrem Artikel “Bei Pizza versagt Aldi” über Weblogs in der Lebensmitelbranche (Jörn Poppelbaum, Lebensmittel Zeitung vom 13. Januar) befassen Sie sich vor allem mit den “Gefahren”, die in Weblogs vermeintlich stecken.
Die Gefahr steckt aber gar nicht in den Weblogs: Dort wird nur geäußert, was ohnehin diskutiert wird. Darin steckt eine große Chance für
Unternehmen: Was vorher unsichtbar war, wird nun sichtbar. Unternehmen, die Weblogs beobachten, können früher über Kritik oder Mängel in der Produktqualität informiert werden und können schneller reagieren.Man sollte sich nicht vor Weblogs fürchten, sondern sie als das nehmen, was sie sind: Äußerungen von Kunden. Wer damit anständig umgeht, kann nur gewinnen – und braucht dafür nicht einmal ein eigenes “Corporate Weblog”.
Herzliche Grüße,
Martin Röll – http://www.roell.net
Als ein positives Beispiel von Firmen-Weblogs wird der Shopblogger erwähnt. Björn Harste betreibt in Bremen einen Spar-Supermarkt. In der Lebensmittel-Zeitung ist dazu zu lesen:
“In Internet-Kreisen genießt Harste Kultstatus, immer mehr Zeitungen und das Fernsehen haben ihn entdeckt. Ob er den gleichen Erfolg mit klassischer Werbung gehabt hätte?”
Mich interessiert vor allem, wie lange Björn Harste gebraucht hat und mit welchen Themen, bis in die breite Öffentlichkeit entdeckt hat.
Weiß da jemand mehr?
Sven heißt Björn, Holzmüller!
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Danke Uwe. Habe es korrgiert. Möchte ja schließlich auch nicht falsch angesprochen werden wie z.B. nur mit “Holzmüller”.
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