Aroniaplantage in Coswig stark vom Elbhochwasser beschädigt

von: am 06.07.2006, 9:07 Uhr in Aronia,Sachsen

Wenn das Hochwasser kommt ist es schlimm, noch schlimmer ist es, wenn es geht: In diesen Tagen haben wir uns bei der Agrargenossenschaft Görnitz, Großer und Schultz aus dem Coswiger Stadtteil Brockwitz (Landkreis Meissen) über die Schäden des Elbehochwassers informiert und vor Ort in Augenschein genommen (dazu ein Videopodcast demnächst). Besonders die Flutschäden an der Aroniaplantage, eine der letzten in Deutschland, sind unübersehbar. Müll und Unrat der Elbfluten nach der Schneeschmelze sind in den Pflanzen hängengeblieben (siehe Foto). Die Plantage befindet sich nur wenige hundert Meter vom Elbufer entfernt, und stand diesmal wieder komplett unter Wasser.

Einzig positiv: da die Aroniabeeren in etwa rechtwinklig zu den Elbfluten in Reihen angepflanzt wurden, sind „nur“ in etwa die ersten zehn Reihen von der Elbflut beschädigt worden. Die sind nach Aussage von Obstbauer Schultz allerdings nicht mehr zu retten und müssen entfernt werden. Wer vor Ort war, wie wir, konnte feststellen, daß nicht nur Müll und Baumstämme die Aroniabeeren verwüstet haben, sondern der mitgeführte Schlamm im nun getrockneten Zustand hart wie Beton an den Pflanzen hängt.

Die ersten Reihen der Aroniabeere scheinen wie eine Art Wall die restliche Plantage von insgesamt rund 33 Hektar geschützt zu haben. Ab der etwa zehnten Reihe sind die Pflanzen in einwandfreiem Zustand (siehe Foto mit Brockwitzer Dorfkirche im Hintergrund). Bemerkenswert ist auch, daß bei der Jahrhundertflut der Elbe im Jahr 2002 die Schäden an der Plantage geringer ausgefallen sind als diesmal. Der Grund: Die Elbfluten waren damals höher, so daß der überwigende Teil des treibenden Mülls über die Plantage hinweggespühlt wurde.





Kommentar schreiben




Tip: Nutzen Sie den Gravatar Service um beim Kommentieren ein eigenes Bild zu verwenden.