Rufausbeutung, Urheberrechtsverletzung, Irreführung, Markenrechtsverletzung…

von: Kirstin Walther am 23.12.2006, 9:39 Uhr in Öffentlichkeit

Aufgrund der folgenden Weblogeinträge, hatten wir gestern Post von einer Anwaltskanzlei, welche den Deutschen Olympischen Sportbund e.V. ( DOSB ) vertritt. Gegenstandswert 150.000 Euro.

Die Olympiade von Turin beginnt am Montag

Nacholympische Gedanken oder im Sport sind wir Spitze

Und allerspätestens jetzt sind wir uns ziemlich sicher, daß wir das Saftblog vom Netz nehmen werden. Wir sind weder in der Lage, jeden Eintrag vor Veröffentlichung juristisch prüfen zu lassen, noch die Kosten die mit einer Verpflichtungserklärung verbunden sind, finanziell zu tragen. So viel Geld verdienen wir nun auch nicht mit dem bißchen Saft.

Dieses Blog wollten wir nutzen um mit Kunden, Interessenten und anderen zu kommunizieren. Wenn wir nicht über Dinge reden/schreiben dürfen, die uns über das Geschäft hinaus beschäftigen, dann wird dies hier zu einer Walthers-Werbeveranstaltung – und das ist nicht Sinn der Sache.

Es tut uns sehr leid, aber ein Kundendialog in Form eines Weblogs durch ein Unternehmen ist in Deutschland nicht möglich. Es lebe die Freiheit!

“Die Freiheit ist ein Luxus, den sich nicht jedermann gestatten kann.”
Otto Eduard Leopold von Bismarck

NACHTRAG: Alle Beiträge in anderen Blogs zu diesem Thema.

Nachtrag 2: Wir wissen gar nicht, wie uns geschieht: uns völlig unbekannte, “fremde” Menschen unterstützen uns – eine noch dazu gewinnorientierte Firma – und schreiben ungefragt und ohne Honorar zu verlangen eMails und Briefe an den DOSB. Stellvertretend für die zahlreichen Solidaritätsbekundungen möchte ich das Schreiben des uns bislang gänzlich unbekannten Rechtsanwaltes aus Flensburg, Andreas R. J. Schnee-Gronauer, veröffentlichen (wir haben vorher seine Genehmigung eingeholt).

Von: Andreas R. J. Schnee-Gronauer
Gesendet: Freitag, 15. Dezember 2006 11:24
An: office@dosb.de
Cc: info@walthers.de
Betreff: Walther’s Saftblog

Sehr geehrter Herr Dr. Vesper,

wie Sie sicher wissen, schlägt die in Ihrem Auftrag durch Ihre Anwälte erfolgte Abmahnung des “Saftblog” der Kelterei Walther derzeit hohe Wellen.

Es steht mir nicht zu, mich zur Lizenzpolitik des DOSP zu äußern.
Allerdings habe ich – und wohl nicht nur ich – das Gefühl, dass Sie hier etwas über das Ziel hinausgeschossen sind. Die Kommentare auf diversen Internet-Seiten sprechen eine deutliche Sprache.

Vielleicht könnte etwas Augenmaß und vor allem ein partnerschaftlicher Umgang künftig nicht schaden. Dabei sollten Sie vor allem nicht vergessen, dass Sie mit juristischen Aktionen zumeist gut meinende Sportbegeisterte treffen.

Ihrem Verband und der von Ihm verkörperten Idee erweisen Sie damit leider einen Bärendienst.

Mit freundlichen Grüßen,

Andreas R. J. Schnee-Gronauer

Diplom-Ökonom & Rechtsanwalt
Flensburg





Kommentare

168 Kommentare
  1. armin 15. Dezember 2006, 14:07

    Je mehr kommentare hier stehen, desto mehr wird diesen I….. hoffentlich klar was für einen Bullshit sie veranstalten. Kopf hoch und nicht kleinkriegen lassen !!!
    armin

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  2. Rationalstürmer 15. Dezember 2006, 14:21

    @Tim: Das ist schon wahr, natürlich ist der Saftblog Teil der Kommunikationsstrategie eines Unternehmens. Und natürlich darf und muss auch ein Rechteinhaber regieren, wenn er seine Markenrechte verletzt sieht, würden wohl auch die Leute von Walther so machen, würde jeder so machen. Der Punkt, wo es zu stinken anfängt, ist doch die Art und Weise, wie hier jemand “seine” Markenrechte verteidigt(und das ist, wenn ich die Sache recht verstehe, ja ohnehin noch nicht mal abschließend geklärt). Eine Abmahnung über 150.000 Euro hat doch nichts mehr mit Verhältnismäßigkeit zu tun.

    Außerdem: Inwiefern eine Pressemitteilung irgendeines Unternehmens XY, die ohne weiteres redaktionelles Zutun einfach so veröffentlicht wird (weil vielleicht die Häppchen auf der PK so lecker waren oder das Hotel bei der Journalistenreise so wunderschön, oder weil man ein Produkt schlicht gut findet) auch noch redaktionell zu nennen ist, frage ich mich dann schon. Und trotzdem ist sowas PR- und oft genug journalistischer Alltag.

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  3. Sam 15. Dezember 2006, 14:23

    ‘ne Kleinigkeit: im Schreiben Von Herrn Schnee-Gronauer ist ein Tippfehler: statt ‘Sportbegeisterte’ schrieb er ‘Spotbegeisterte’.

    Wenn ich das richtig verstehe hört das Saft-Blog nicht auf nur weil die Abmahnung kam, sondern überlegte ohnehin aufzuhören, die Abmahnung war nur der letzte Tropfen auf das Faß, oder?

    Traurig dass unser Rechtssystem für sowas missbraucht wird!

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  4. RA Dominik Boecker 15. Dezember 2006, 14:26

    @Tim: “Was bis zum Verlust des Schzurechtes führen kann.”

    Bei einer Register- oder Benutzungsmarke würde ich zustimmen, hier dürfte sich der Streit aber mit einiger Sicherheit um ein gesetzliches Recht drehen und da ist das nicht der Fall.

    Das würde nur verloren gehen, wenn der Gesetzgeber das Gesetz aufhebt oder das BVerfG es für nichtig erklärt.

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  5. Jörg Holzmüller (ehemaliger Mitstreiter) 15. Dezember 2006, 14:44

    @Sam: Den Rechtschreibefehler korrigiere ich gleich. Zur Abmahnung: wir sind keine Juristen. Einträge im Saftblog ist Kommunikation und lebt von der Authentizität. Wenn wir hier künftig vor Veröffentlichung jedesmal einen Anwalt kontaktieren müßten, geht diese verloren. Wir sehen das Saftblog wie persönliche Kommunikation: da überlege ich auch nicht jedesmal, ob ich das nun sagen darf oder nicht. Unabhängig davon könnten wir die Anwaltskosten kaum aufbringen. Es wäre der Tod der Redefreiheit.

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  6. Patrick Breitenbach 15. Dezember 2006, 14:50

    Noch ein Hinweis: Der obige Kommentar mit Link zu unserer Website (Buena la Vista) ist nicht von uns platziert worden. Nur als Info, weil Martin Oetting mich darauf angesprochen hat.

    Hier mein manueller Trackback:
    http://www.werbeblogger.de/2006/12/15/diplomatie/

    Ich hoffe für alle Beteiligten dass es eine kommunikative Lösung des Konfliktes gibt.

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  7. Manuel 15. Dezember 2006, 14:51

    @ Jörg u Kirstin: werdet ihr denn hier noch etwas mehr auf die genauen Vorwürfe (Tatbstände) eingehen, oder habt ihr euch – nach Rücksprache – einen “Maulkorb” zu dem Thema gegeben?

    Bis wann ist denn die Frist?

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  8. André Fiebig 15. Dezember 2006, 15:06

    Das Problem ist denke ich schon die Tatsache, dass die meisten Artikel schon – wenn auch “natürliche” – PR sind.

    Ich denke deshalb sind die Damen und Herren wohl auf die Idee mit der Markenrechtsverletzung gekommen.

    Nun ist da ja aber – wenn sie genauer hingeschaut hätten – natürlich Quatsch.

    Keine Sorge, das wird gut für das Saftblog ausgehen!

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  9. Pepino 15. Dezember 2006, 15:30

    Ich bin sehr überrascht, welche PR-Berater der DOSB denn da hat… manueller Trackback: DOSB lässt abmahnen…

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  10. Horst Brückner 15. Dezember 2006, 15:37

    Volle Solidarität!
    Ein unmögliches Vorgehen von einem Verband der sich die Leistung und Eigenverantwortung auf die Fahnen geschrieben hat! Ich habe auch gerade per mail protestiert. Sollten Sie ein Spendenkonto für die Finanzierung der juristischen Gegenwehr aufmachen zahle ich da sofort was ein.

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  11. Storyblogger – Björn Eichstädt 15. Dezember 2006, 15:45

    Manueller Trackback:

    http://www.storyblogger.de/?p=320

    Unglaublich diese Geschichte, einfach unglaublich!

    Antworten



  12. hartensteyn 15. Dezember 2006, 15:59

    Bei uns steht jedenfalls heute bereits seit ca. 4 Uhr früh:

    Man kann zwar einem Bäcker die Warenbezeichnung “Weltmeisterbrötchen” verbieten oder z.B. einem Metzger die Bezeichnung “Olympiawurst mit Olympiadengewinnerkraft” (UWG), aber keinem Presseerzeugnis die Berichterstattung über das sog. olympische Geschehen (§ 4 OlympSchG).

    Da das “Saftblog” den Begriff “Olympiade” nicht in Verbindung mit der Bewerbung von Produkten, sondern im Rahmen einer neutralen und daher redaktionellen Berichterstattung verwendet hat, liegen die inkriminierten Tatbestände nicht vor, und zwar weder nach 12 BGB noch eine Urheberrechtsverletzung.

    Das Argument des offenbar schwer hochtrainierten Sportlervereins, das Medium sei nur deshalb eine Art kommerzielle Fruchtsaft – Vertriebswebsite, weil es “Saftblog” heißt, geht in die Hose. Auch wenn diese Online – Zeitschrift für Fruchtsäfte im Rahmen des Gewerbebetriebes eines Safterzeugers erscheint. Denn: denn schon ein kurzer Blick auf die Texte und Bilder des “Saftblogs” zeigt, dass hier schon mal auch eindeutig unter § 2 TDG (Teledienstegesetz) zu subsumieren wäre, da die redaktionelle Gestaltung zur Meinungsbildung eindeutig im Vordergrund steht. Aber im übrigen bedürfte es sowieso nicht der Analogieziehung via TDG, um das Saftblog eindeutig als vom GG geschütztes Medium einzuordnen.

    Allein die Tatsache, dass sich in Deutschland ein Sportlerverein entblöden darf und es wagt, gegen einen der Grundpfeiler der Demokratie, nämlich gegen die im Grundgesetz garantierte Pressefreiheit anzutreten, und sei es auch nur, wenn der Gegner eine kleine Internet – Fachzeitschrift für Fruchtsäfte ist, ist ein beispielloser Skandal, der in den nächsten Tagen dazu führen wird, dass dieser Verein namens DOSB von der Presse in die Mangel genommen wird. Hier haben herkömmliche Medien mit Bloggern vereint zu marschieren, da beide Contentlieferanten vor dem Grundgesetz als Journalisten anzusehen sind.

    Obwohl das “Saftblog” nach Artikel 5 Grundgesetz im Rahmen der freien Meinungsäußerung wie jedes andere Pressemedium auch (Blogger sind deshalb Journalisten, weil das Grundgesetz im Jahre 1949 nur den Begriff der Pressefreiheit, aber noch nicht den Begriff Blogger kennen konnte) über Olympische Spiele berichten darf, meinen offenbar schwer gedopte Abmahn – Sportvereine, das verfassungswidrige OlympSchG (Olympiaschutzgesetz) verböte die Nennung des Namens “Olympiade” in Presseerzeugnissen.

    Das würde dazu führen, dass nicht nur die Blogger, die über Olympia oder Olympiaden berichten, sondern bei restriktiver Auslegung des (im übrigen sowieso) verfassungswidrigen Olympiaschutzgesetzes morgen auch 300 deutsche Zeitungen und Zeitschriften zusperren müssen.

    Das müssen sie nicht, da ja allein schon das kleine Saftblog jeden dieser Prozesse selbstverständlich gewinnen würde und daher sich nicht zu fürchten braucht … mehr

    Zur Frage der Schutzwürdigkeit des Symbols der Olympischen Ringe gab es heute schon in den frühen Morgenstunden virtuelle Kommentardiskussionen z.B. zwischen ConnectedMarketing, PR-Blogger Klaus Eck und dem happywinnerblog sowie dem “Lawblog”, wobei die erste Quelle, auf die wir alle reagiert haben, anscheinend mW Exciting Commerce (ecommerce) war:

    Es ist richtig, dass das verfassungswidrige Olympiaschutzgesetz die Verwendung der sog. Olympischen Ringe streng regelt und an Lizenzgebühren knüpft. Die Kernfrage lautet allerdings, ob es zulässig ist, einem Medium, z.B. dem SPIEGEL, der Berliner Morgenpost oder aber auch einem Online – Magazin für Fruchtsaftfreunde die Abbildung zu untersagen.

    Das ist der heikle Punkt, denn mit § 4 OlympiaSchG kommt der DOSB mit Sicherheit nicht durch.

    Das müsste durch die Instanzen durchgezogen werden.

    ACHTUNG, NACHTRAG:

    @ Tim und RA Boecker: Ihre Argumente sind sehr beachtlich. Hier liegt keine Trademark vor, sondern ein stärker geschütztes Rechtsgut. Wir haben auch keine lex-specialis-derogat-legi-generali-situation, dh, die zwei Kernfragen wären tatsächlich redaktionelle Gestaltung und Verfassungswidrigkeit des Gesetzes. Oder?

    Antworten



  13. mikel 15. Dezember 2006, 16:06

    unglaublich, unglaublich….

    Ich denk mal gerade darüber nach, ob diesem “Verein” nicht alle öffentliche Gelder gestrichen werden sollte…
    Wenn er so als “Unternehemn” auf den Putz haut, dann sollte er auch als Unternehmen bewertet werden.

    Und wie war das mit dem Medikamentenmissbrauch in diesem Verein?

    unglaublich

    Wird Griechenland jetzt auch abgemahnt, wegen der Bezeichnung eines Berges?

    unglaublich

    Antworten



  14. Pascal 15. Dezember 2006, 16:08

    Ich habe die zwei Artikel gelesen. Das schadet doch niemandem, der Sportbund ist völlig durchgeknallt. Ich werde diesem Verein einen Brief schreiben.

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  15. Frank 15. Dezember 2006, 16:12

    DIE KUH SCHEINT VOM EIS!!!!!!!!!!!!!!!!!

    SOEBEN HABE ICH MIT ALLERLEI HERREN AUS DER PRESSESTELLE DES DOSB TELEFONIERT: MAN WIRD SICH EINIGEN (GÄNGIGE PRAXIS!).
    MICHAEL SCHIRP VOM DOSB WIRD NOCH HEUTE AUF marketing-blog.biz STELLUNG BEZIEHEN.

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  16. Kay A. Schönewerk 15. Dezember 2006, 16:26

    Manueller Trackback zum Kesselhaus: http://kesselhaus.cp-lounge.de/

    “Ein Urgestein kapituliert.”

    Kaum haben wir uns kopfschüttelnd vom Verein DVCK abgewandt, der die BRAVO verbietet will – müssen wir hier wieder mit dem Schütteln anfangen. Es ist einfach unglaublich…

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  17. Stefanie Berg 15. Dezember 2006, 16:37

    Auch wenn es jetzt schon gute Nachrichten gibt: Wehrt euch. Tragt Olympia und die Olympiade in eure Blogs ein. Wir haben schon mal angefangen ;- Beste Grüße stefanie
    http://www.pr-kloster.de/2006/12/15/wehrt-euch-wir-fangen-schon-mal-an/

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  18. Carsten 15. Dezember 2006, 16:45

    Lasst euch nicht unterkriegen. Ich bin zwar absolut kein Fachmann in juristischen Angelegenheiten, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die mit sowas durchkommen. Ich wills mir schon deshalb gar nicht vorstellen, weil das meinem ohnehin schon angeschlagenen, aber immer noch vorhandenem Glauben an das deutsche Rechtssystem einen weiteren Tiefschlag versetzen würde. Ist doch nicht Amerika hier.

    Und falls es wirklich auf nen teuren Rechtsstreit hinausläuft, bringt ihr nen Anti-Abmahn-Solidaritätssaft raus. Passend wäre vielleicht ne Mischung aus Sauerkirsch, Tomate und tauber Nuss

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  19. Ivo 15. Dezember 2006, 16:51

    Das Ganze ist schon ein mehr als starkes Stück. Ich weiß vor lauter Fassungslosigkeit gar nicht, wie ich meine Meinung zu diesem Thema in Worte fassen soll. Bis ich mich beruhigt habe ist es mir aber ein Anliegen, euch Mut zuzusprechen. Ihr dürft auf keinen Fall aus diesem Grunde aufhören!

    Antworten



  20. KChristoph 15. Dezember 2006, 17:12

    Herzliche, mit Apfelduft und Apfelkraft verpackt, Grüße aus Hannover !

    Mit der Kraft der Begeisterung für eure Produkte, für die Menschen, denen euer “Kraftsaft” gut tut, werdet Ihr diese Barriere überwinden … !

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  21. Jürgen Siebert 15. Dezember 2006, 17:33

    manueller Trackback: http://www.fontblog.de/saftblog-und-zukunft-des-fontblog
    [Saftblog, Olympia und die Zukunft des Fontblog.
    Es sieht düster aus mit dem Fontblog, wenn ich lese, was dem Vorbild aller Corporate Blogs, dem Saftblog gerade passiert. Dort schrieben – schon vor Monaten – zwei Redakteure durchaus positiv über die Olympischen Winterspiele ...]

    Antworten



  22. Dr. Sarah Schons 15. Dezember 2006, 17:56

    Nicht zu fassen. Aber das deutsche Parteien- und Vereinswesen treibt ja immer mehr sonderliche Blüten.. Meinungsfreiheit..

    Bitte haltet durch – und da stimme ich mit Elita überein: wir Blogger sollten zusammenhalten und jetzt mal “Revolution” von unten starten und über Olympia bloggen, was das Zeug hält.

    Wie ist eigentlich die Rechtslage für Frauen mit diesem Vornamen?!

    Wir sollten alles daran setzen, daß dieser Verein keinen einzigen Euro öffentlicher Gelder erhält und zum generellen Boykott des “Deutschen Olympischen Sportbundes” aufrufen.

    Blog auf!

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  23. Michael Fromm 15. Dezember 2006, 18:00

    …das ist nicht zu fassen – in welchem Land leben wir eigentlich? Ich möchte Sie ermutigen, weiterzumachen. Ich glaube auch, das dieser Protest der zahlreichen Blogger nicht ohne Eindruck bleibt..

    Antworten



  24. HinRichter 15. Dezember 2006, 18:01

    Lasst euch nicht unterkriegen von diesen Abmahnhanseln!

    Wir machen das ganz demokratisch: Sollten die ihre Abmahnung durchziehen, werden wir ALLE, auf jedem Blog der mitmacht, Aufrufe an unsere Leserschaft richten, denen per e-Mail die Hölle heiss zu machen.
    Ich hab schonmal angefangen, mal sehen, ob da überhaupt eine Antwort kommt.

    Antworten



  25. Dominik Boecker 15. Dezember 2006, 18:11

    Die Kuh soll zwischenzeitlich ja vom Eis sein. Glückwunsch an die Betreiber und nicht aufgeben!

    @hartensteyn: “Ihre Argumente sind sehr beachtlich. Hier liegt keine Trademark vor, sondern ein stärker geschütztes Rechtsgut. Wir haben auch keine lex-specialis-derogat-legi-generali-situation, dh, die zwei Kernfragen wären tatsächlich redaktionelle Gestaltung und Verfassungswidrigkeit des Gesetzes. Oder?”

    Kernfragen dürften (wohl; ich kenne den Text der Abmahnung nicht) in der Tat die nach § 4 OlympSchG erlaubte redaktionelle Benutzung, respektive die mangelnde Benutzung der Zeichenfolge als Herkunftshinweis für bestimmte Waren und Dienstleistungen sein (vgl. die Anforderungen § 3 I Nr. 1 bis 4 OlympSchG) sowie die mutmaßliche Verfassungswidrigkeit des OlympSchG sein. Für die Verfassungswidrigkeit gibt’s gibt’s mE einige gute Argumente, aber da ja immer wieder mal aus dem OlympiaSchG abgemahnt wird (die letzte, die ich mitbekommen habe, war Ende Oktober), mag ich meine Gedanken^W^W meinen Quark nicht öffentlich breit treten (denn getretener Quark wird ja bekanntlich breit, nicht stark; sorry, mir ist kein passender Spruch mit Saft eingefallen).

    Grüße & ein entspanntes, abmahnfreies Wochenende
    Dominik Boecker

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  26. Uwe 15. Dezember 2006, 18:24

    Ich würde 50 Euro in einen (ggf. noch zu gründenden) Walther-Abmahn-Abwehr-Spendenkonto einzahlen.

    Das meine ich ernst! Kontonummer her und ich überweise!

    Antworten



  27. Chrischan 15. Dezember 2006, 18:52

    Das das jetzt solche Kreise zieht, haben die Herren mit Sicherheit nicht erwartet. Per Saldo = denke ich mal ist das mehr als “nach hinten losgegangen”. Ein anderer Effekt – wenn man einen Blog “abmahnt”. :-) Es könnte durchaus passieren, das sich sowas wider Erwarten schneller verbreitet und herumspricht als gedacht.

    Antworten



  28. Stephan Huebner 15. Dezember 2006, 19:22

    Was bei der Diskussion vielleicht viel interessanter wäre: An wen (welche Regierungsstelle, Abgeordnete…) kann man sich eigentlich wenden, um mal vorzuschlagen, das Übel an der Wurzel zu packen, sprich, diesem ganze Abmahn-Unwesen durch entsprechende gesetzliche Regelungen einen Riegel vorzuschieben? Ansonsten wird das hier nur wieder ein kurzes Zwischenspiel bis das nächste Unternehmen wegen irgendwelcher irrwitzigen Begründungen unter Druck gerät. Es ist allerhöchste Zeit, dass sich die Herren Politiker mal darum kümmern um diesen modernen Raubrittern den Geldhahn abzuschneiden.

    Antworten



  29. Strelon 15. Dezember 2006, 19:45

    Also Obstsäfte und Olympia geht nun wirklich nicht. Wahrscheinlich hättet ihr lieber Blutdopingpräparate verkaufen sollen, um keine Abmahnung zu erhalten. Ich wünsche Euch jedenfalls gutes Gelingen in dieser wirklich unsäglichen Angelegenheit. Und wenn gar nichts mehr geht, kaufen wir halt alle Eure Säfte.

    Antworten




  30. Schrumpfkopf 15. Dezember 2006, 20:23

    Ich frage mich auch wo denn hier der Abmahngrund sein könnte? Darin das über ein riesiges Ereignis berichtet wurde? Und dann auch noch in einem positiven Zusammenhang? So ganz ohne Werbecharakter für Fremdprodukte?
    Wenn man noch nicht mal darüber schreiben darf, wie lange dauert es dann, bis ich nicht mal mehr darüber reden darf?

    Antworten



  31. Peter Turi 15. Dezember 2006, 20:36

    Bitte durchhalten und auskämpfen – im Interesse der Medienfreiheit! Wenn Sie eine Spende brauchen, bin ich dabei.

    Antworten



  32. Wolfgang Horbach [GlücksNetz] 15. Dezember 2006, 20:41

    Das ist eine unglaubliche Schweinerei! Lasst euch nicht unterkriegen. Falls es zu einem Prozess kommen sollte, bin ich gerne bereit, mich an dem Solidaritätsfond zu beteiligen!

    Das Saftblog muss bleiben!

    PS: Haben die beim DOSB schon mal was von Fairness und olympischem Gedanken gehört?

    Antworten



  33. oldman 15. Dezember 2006, 22:26

    Wie ich den Ausführungen des DOSB Pressesprechers im lawblog entnehme, ist die endgültige Entscheidung über Streitwert o.Ä. und ob und überhaupt, noch garnicht gefallen.
    Mir scheint es so auszusehen, als habe die pauschal beauftragte Anwaltskanzlei (PraktikantIn) über das Ziel hinaus geschossen.

    Es wäre ein Leichtes, ohne Gesichtsverlust die Abmahnung mit dem Ausdruck des Bedauerns zurück zu nehmen.

    Ich denke, so wird es geschehen.

    Antworten



  34. Ulrich Ross 15. Dezember 2006, 23:10

    Also, wenn die sich nicht dicke entschuldigen und Euch als bezahlte Lieferanten für deren nächste Veranstaltung beauftragen, schicke ich denen eine Abmahnung für jede unverlangt zugegangene Werbung, die irgendetwas mit den Olympischen Spielen erwähnt.

    Das ist ja ein ziemliche Bärendienst, den der Deutsche Olympische Sportbund dem Sport da erweist. Schließlich heißt es beim Olympischen Gedanken doch immer “Dabei sein ist alles” und alle freuen sich über friedliche Spiele mit gutem Miteinander.

    Übrigens halte ich Euren Saft für viel besser und gesünder als die Plörre, die bei den letzen Olympischen Spielen offiziell verkauft wurde.

    Und morgen früh gehe ich gleich zu Jaques Wein-Depot und besorge mir noch ein paar Kisten von Walthers Saft.

    Antworten



  35. knut 15. Dezember 2006, 23:45

    Die Pressestelle der Möchtegern-Abmahnweltmeister freut sich bestimmt über entsprechende Fragen:
    http://www.dosb.de/de/service/dosb-presse/frage-der-woche/

    Antworten



  36. Frank 16. Dezember 2006, 00:33

    Manueller Manueller Trackback: [...] Ich war schon sehr gespannt darauf, auf dieses “STELLUNG BEZIEHEN”. Und ich war wirklich positiv eingestimmt. Ich ging davon aus, dass die Öffentlichkeitswirkung den DOSB zu einem normalen und vernünftigen Kommunizieren bewegen würde, und dass auch ein bisschen dazu gesagt würde, worum es eigentlich geht. [...]

    Antworten



  37. Carsten 16. Dezember 2006, 03:49

    Interessante Rubrik, knut. :) Vielleicht hat meine Frage ja eine Chance: Wenn Abmahnen demnächst olympisch wird, nach welchen Kriterien wird dann der Sieger ermittelt? Zählt nur die tatsächlich erzielte Summe bei Sieg vor Gericht, oder fließt zusätzlich oder außschließlich der zunächst angesetzte Streitwert ein? Wird die Differenz zwischen berechtigter und tatsächlich angesetzter Summe mit einfließen? Und können Sie sich vorstellen, warum normale Firmen ihre Weihnachtsfeiern nicht an Tagen abhalten, an denen der Alkoholeinfluß das Urteilsvermögen der Mitarbeiter während der Arbeitszeit beeinträchtigen kann?

    Antworten



  38. Jochen 16. Dezember 2006, 14:02

    Nicht unterkriegen lassen!

    Manueller Trackback:
    Fünf Ringe sie zu knechten

    Ja, ich geb’s zu. Die Überschrift dieses Artikels schmückt sich mit fremden Federn. Doch kein Kommentar zur Abmahnung des Saftblogs durch den De*tsch*n Ol*mp*sch*n Sp*rtb*nd sticht meiner Meinung nach besser als die Analogie, die Multimediadesign.net zwischen dem Golum und dem DOSB zieht. Und das nicht, weil sich zum ersten Mal die bloggende Zivilgesellschaft geschlossen schützend vor ein Unternehmen stellt, sondern weil die Motivation des DOSB, das Saftblog abzumahnen, so offensichtlich auf den niederen Instinkten Gier, Neid, Mißgunst und Mißtrauen beruht. Die Misantropie, die in jeder Zeile der eilig nachgeschobenen, offiziellen Stellungnahme von DOSB-Pressesprecher Michael Schirp mitschwingt, wirkt diesem Eindruck nicht gerade entgegen.

    Antworten



  39. Andreas 16. Dezember 2006, 14:03

    Manueller Trackback.

    Zwischenstand 1. Halbzeit
    Das gute zuerst: Der DOSB scheint Gesprächsbereit zu sein [...] Das kann man durchaus als einen Erfolg auch der durch die Blogger aufgebaute Gegenöffentlichkeit verbuchen. Es bleibt aber Abzuwarten, wie welchem Ergebnis der Fall tatsächlich abgeschlossen wird, sobald er aus dem Brennpunkt des öffentlichen Interesses verschwindet.

    Antworten



  40. oldman 16. Dezember 2006, 16:18

    Nach einem Gespräch mit einem DOSB – Entscheidungsträger bitte ich darum, über den 3. Advent hinweg nichts mehr in diesen laufenden Vorgang hineinzuposten.
    Gesichtswahrung.
    Danke.
    Jetzt könnte mancher sagen:”Was geht den das an, Wichtigtuer!”
    So sage er es.
    Frau Walther Sie haben meine mail erhalten?

    Antworten



  41. xxl-killababe 16. Dezember 2006, 19:52

    Ich bin dabei und unterstütze euch so was darf sich nicht ausbreiten..!

    Antworten



  42. Blogbote Peter 17. Dezember 2006, 00:45

    Manueller Trackback: http://www.blogbote.de/?p=1003

    Antworten



  43. ednong 17. Dezember 2006, 02:16

    Zu sendender Auszug: Ich war grad mal wieder auf Streifzug durchs Netz. Und bei den Beiträgen, die man da findet, kann man manchmal schon glauben, das Wort “Olympia” wäre Eigentum des DSOB und dürfe nur von ihm genutzt werden. Und wahrscheinlich gilt das dann für das Wort …

    Manueller Trackback

    Antworten



  44. ednong 17. Dezember 2006, 02:27

    Zu sendender Auszug: Ich war grad mal wieder auf Streifzug durchs Netz. Und bei den Beiträgen, die man da findet, kann man manchmal schon glauben, das Wort “Olympia” wäre Eigentum des DSOB und dürfe nur von ihm genutzt werden. Und wahrscheinlich gilt das dann für das Wort …

    Manueller Link muss es heissen. Obiger Kommentar kann gelöscht werden.

    Antworten



  45. micha 17. Dezember 2006, 07:25

    so ist das in Deutschland und es hat doch verhältnismäßig lange gedauert, bis Ihr es geschnallt habt.Tut mir leid, aber aich Ihr ändert die Deutschen nicht!

    Antworten



  46. michael mussler 20. Dezember 2006, 20:28

    Hallo Blogger :-)

    Zuersteinmal Glückwunsch das alles gut gegangen ist!
    Ich möcht euch gerne auf eine Seite aufmerksam machen die sich mit “Abmahnungen” beschäftigt.
    In der Opensource Szene gehören diese beinahe zum Alltag. Das die “Abmahnwelle” jetzt auch die Blogger erreicht und sich solche organisationen wie der DOSB daran beteiligen ist allerdings neu.
    Vielleicht sollte man die Fronten mal vereinen um die Gesetze welche abmahnungen überhaupt zulassen mal zu kippen!

    http://www.abmahnwelle.de/

    Hier noch ein Beispiel aus der OpenSource Welt zu unsinnigen Abmahnungen:

    http://www.kefk.net/Network/Recht/Abmahnungen/Musikindustrie/index.asp

    Es geht mir darum euch die unsäglichen Abmahnpraktiken verdeutlichen und euch zu sagen “Ihr seid nicht allein!”.
    Es schon soweit das Popstars wie J. Biedermann die Seiten ihrer Fans abmahnen. Der einzige weg das zu beenden wäre eine änderung der Gesetzlichkeiten. Vielleicht wäre ja nun ein geeigneter Moment mal darüber nachzudenken.Ein Blick auf Wikipedia macht deutlich das es inzwischen eine regelrechte “Abmahnindustrie” gibt und das das “Abmahnen” geschäftsmodell einiger Rechtsanwaltskanzleien ist.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Abmahnwelle

    mfg Michael Mussler

    Antworten



  47. Mario 24. Dezember 2006, 10:29

    …also ich würde nach so einer nervenaufreibenden u. kostenaufwendigen (Kapitalismusgeil,Nazihaft,ich bin im Recht) Angelegenheit den DSOB verklagen!
    Jeder weiss (oder sollte wissen) für was der Begriff OLYMPIA u. die RINGE steht! (für das miteinander u. den Frieden, usw.) …daher ist es EXTREM Zynisch was sich der DSOB, der ja von überall her FÖRDERGELDER erhält mit eben DIESEN FÖRDERGELDERN GEGEN andere Menschen unternimmt!!! …es ist mindestens genauso Zynisch wie der Spruch über DEUTSCHEN KONZENTRATIONSLAGERN: ARBEIT MACHT FREI! …in denen zu tausende DEUTSCHE von DEUTSCHEN durch Arbeit zu Tode gebracht wurden!!!
    Wenn ich mir die Entwicklung von Deutschland so anschaue u. dort nach Zusammenhalt u. Nächstenliebe (wonach man laut dem ältesten Buch der welt, der Bibel ja leben soll!!!) suche, so werde ich in der Zahl des gefundenen bitter enttäuscht!
    Am einfachsten wäre es doch wenn sich all die oben beschriebenen eine Waffe besorgen u. sich gegenseitig erschiessen u. somit den Friedliebenden Menschen ein angenehmes “NORMALES” leben ermöglichen!

    …ich denke diese Zeit wird nicht mehr lange auf sich warten lassen wenn die Entwicklung diese Richtung bei behält, in diesem Sinne, mit Grüßen an alle “Normalen” …und euch ein ruhiges u. friedliches Weihnachtsfest!

    Antworten



  48. fellow passenger 4. Januar 2007, 20:26

    Trackback hat offenbar nicht geklappt. Daher manuell: Holen Sie sich Ihre Sprache zurück!

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  49. site ekle 8. Januar 2007, 00:37

    Hat sich für mich erledigt, ich möchte nun nach nicht einmal ganz 12 Stunden meinem RSS-Aggregator nicht mehr missen.

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