Videoblogging 5

von: waladmin am 20.12.2006, 18:23 Uhr in Aronia,Filme,Sachsen,Videos

Unser neuester Film zeigt die Auswirkungen des diesjährigen Elbe-Hochwassers auf die Aronia-Plantage in Coswig bei Dresden. Herr Schultz, Geschäftsführer der Obstbaugemeinschaft Coswig, war so nett uns diese Aufnahmen zu erlauben.

(Ich bitte das verzerrte Logo zu entschuldigen, beim nächsten Mal ist auch das behoben.)


Aroniaplantage Coswig
Video verschickt von mostnase

Nachtrag: Unter diesem Eintrag gibts den gleichen Film etwas größer und besser.

Nachtrag vom 06. Juni 2006: Ich hatte heute ein kurzes Telefonat mit Herrn Schulz, dem die Plantage gehört und er teilte mir mit, daß das Hochwasser den nicht verwüsteten Aroniasträuchern nicht geschadet hat. Die Sträucher tragen extrem gut dieses Jahr!





Kommentare

19 Kommentare
  1. Ingmar Kaufmann 25. April 2006, 11:23

    Ja toll gemacht, damit meine ich das Video. Da sag nochmal einer Aroniapflanzen hätten keine Schädlinge, Hochwasser ist schon einer. Hat Herr Schultz etwas zur Erntemenge im letzten Jahr gesagt. Wieviel qualitativ wertvolle Beeren bekommt man denn pro Strauch oder ha?

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  2. Manuel 25. April 2006, 11:27

    Entnehme ich dem Video richtig, dass die Aronia-Ernte nicht komplett ausfallen muss? Das freut natürlich.

    Ansonsten etwas Kritik:

    a) gebt dem “Holzmüller” ein Mikro, teilweise ist der Ton aufgrund der Entfernung nur zu erraten.

    b) das ganze ein wenig straffen 😉

    Aber danke für den Einblick, jetzt weiss ich, wie diese Pflanzen aussehen. Ich hatte eher so eine “Bodengewächs”-Vorstellung. Keine Ahnung warum.

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  3. Kirstin Walther 25. April 2006, 11:37

    Ingmar: Die Erntemengen schwanken laut Herrn Schultz sehr. Leider sind nach dem letzten Hochwasser (2002) Rückgänge zu beobachten. Die Plantage ist 33 Hektar groß. Durchschnittlich liegt der Ertrag pro Hektar bei 146 dt. Pro Strauch bei 10-17 kg.

    Manuel: Ja, das war unsere erste Außenaufnahme und beim Zusammenschnitt habe ich das Tonproblem schon bemerkt. Wir schauen gerade, ob man ein externes Mikro am besten per Funk mit der Kamera verbinden kann. Wir sind ja blutige Anfänger in diesem Bereich und wachsen an unseren Aufgaben. :o) Wie lang dürte Ihrer Meinung nach so ein Film denn maximal sein? Ich hatte in mühsamer Kleinarbeit schon jede Menge rausgeschnitten.

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  4. Manuel 25. April 2006, 12:01

    …warum nicht die altmodischen “Puschelmikros” mit Kabel dran? Sieht
    a) nach Reporter aus
    b) hilft es gegen “Windhusten”
    c) ist es wahrscheinlich günstiger als Funkmikros
    d) zwingt die Kamera zum “nah dran” bleiben, wegen des Kabels.

    Die “richtige” Länge des Films hängt m.M. nach mit dem Inhalt zusammen. Und in diesem Fall fand ich, dass die gewonnenen Infos nicht für die Länge des Films ausreichten.

    (mag etwas wirr klingen, ich hoffe, ihr wisst, was ich meine)

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  5. Jörg Holzmüller (ehemaliger Mitstreiter) 25. April 2006, 12:28

    Wir werden jetzt mal bei Herrn Kelch, den ich hiermit herzlich grüße, einen Crashkurs belegen. Er ist ein alter Fernsehfuchs beim ZDF in Dresden. Ich denke, er wird uns schon zeigen, wie wir Inhalte perfekt in 1:30 Minuten rüberbringen.

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  6. Manuel 25. April 2006, 12:47

    …hey, das ist doch alles nicht böse gemeint! Sondern einfach als konstruktive Kritik ;-))

    Ich denke “toll, super!” hilft nicht weiter, als wenn man konkret benennt, was noch verbesserungswürdig ist.

    1.30er kann ich auch im Fernsehen angucken. Für mich hätten´s halt “gefühlte” 2min kürzer sein können. Aber wie gesagt – das ist nur meine Meinung.

    Grüße von Leipzig nach Arnsdorf

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  7. Jörg Holzmüller (ehemaliger Mitstreiter) 25. April 2006, 12:58

    @Manuel: ich habe mich offensichtlich falsch ausgedrückt. Ich wollte Sie keineswegs verärgern :-). Ihre Anmerkungen verstehe ich doch als Zustimmung. Ich wollte nur anregen, dass wir Videopodcaster bestimmt das ein oder andere von den Profis des Fernsehens abschauen können, ohne dadurch gleich den Charm unseres Mediums zu gefährden. Und mit Stefan Kelch verbindet uns eine Freundschaft. Bei einem Glas Wein oder Saft lässt sich da sicher der ein oder andere Tipp in Erfahrung bringen.

    Bitte, bitte, weiterhin kritisch sein. Wir lernen doch daraus!!! :-)

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  8. Martin H. 25. April 2006, 13:44

    Leider geht durch die Komprimierung viel Qualität verloren. Die Sträucher sind nur eine braun-graue Masse. Vielleicht mehr Nahaufnahmen und das Video hinterher vertonen.
    Die Burg dürfte das Schloss Scharfenberg sein.

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  9. Manuel 25. April 2006, 14:01

    Hach, die Internet-Kommunikation ;-)) Alles klar, kein Problem – ich war auch nicht verärgert, dachte halt nur…

    Schwamm drüber.

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  10. Martin H. 25. April 2006, 16:11

    Was mir noch so einfällt: Ist eine Strauchplantage im Überschwemmungsgebiet die richtige Bewirtschaftungsform? Wäre nicht eine Baumplantage besser? Bei normalen Hochwassern wie in diesem Jahr stehen die Stämme im Wasser und eventuell wird der ein oder andere von Treibgut umgeworfen. Bei Extremhochwasser wie 2002 hängt das Gestrüpp dann im Geäst, aber 12 Meter sind seltener als 9 oder 10 Meter Pegel (Schöna, k.A. wie hoch das in Coswig ist). Grundsätzlich ist eine Plantage neben der Beweidung in meinen Augen die richtige Nutzungsform für Überschwemmungsflächen.

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  11. Kirstin Walther 25. April 2006, 16:28

    Hmm, ist sicher schwierig da eine Entscheidung zu treffen, weil man ja in aller Regel nicht weiß, wie hoch das Wasser sein wird.

    Wie Holzmüller im Film schon sagte, kamen die Aronia-Sträucher 2002 ganz gut weg, weil der Wasserstand weit über die obersten Zweige reichte und aller Müll und Dreck drüber weg schwamm. Dieses Jahr ging das Wasser genau bis an die Spitzen und so hing alles drin.

    Und einen richtigen Aroniabaum habe ich noch gesehen. Das sind eher strauch- bzw. heckenartige Gebilde.

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  12. Kirstin Walther 25. April 2006, 16:43

    Für Carsten, falls er mal diese Kommentare liest: Diese Obstbaugemeinschaft hat auch eine Quittenplantage!!! Wir haben unser übergroßes Interesse schon mal geäußert.

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  13. Carsten 25. April 2006, 21:53

    Liest er… :) Na dann im Herbst nix wie hin mit der Kamera und die Ernte filmen :) Oder sind die auch weggeschwommen?

    Wenn man so nah an der Elbe liegt, muss man wohl sowas in Kauf nehmen, schätze ich. Ich mein, bei uns ist der größte Bach nur 2 m breit und wir hatten schon böse Überschwemmungen. Wieviel sind denn 10 Reihen prozentual? Und wie lange dauerts, bis die neuen Sträucher wieder Früchte werfen?

    Hats eigentlich nen Grund, dass ihr dieses dailymotion nutzt? Hab jetzt zwar gemerkt, dass man das Video größer kriegt, wenn mans in nem neuen Tab bzw. Fenster öffnet, aber die Auflösung wird davon natürlich auch nicht besser. Habt ihr euch mal youtube.com angeguckt? Und google hat doch auch mittlerweile sonen Videodienst. Manchmal zwar etwas langsam, aber dafür augenfreundlicher.

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  14. Kirstin Walther 26. April 2006, 12:41

    Ich mache mal den YouTube-Test. Siehe neuer Eintrag, mit der Bitte um rege Meinungsmitteilung an alle. Dankeschön!

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  15. Martin Röll 26. April 2006, 13:42

    Wird der Boden der Plantage durch das Hochwasser eigentlich belastet? Das Wasser an sich dürfte ja das gleiche sein, das die Pflanzen sonst auch über das Grundwasser aufnehmen, aber lagern sich nach dem Hochwasser Schadstoffe, z.B. aus dem Müll auf dem Boden ab? Gibt es da Untersuchungen, wird die Erde getauscht oder muss sonst etwas getan werden?

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  16. Jörg Holzmüller (ehemaliger Mitstreiter) 26. April 2006, 16:55

    Was wir vor Ort gesehen haben, waren in erster Linie leere Flaschen aus Glas und Kunststoff sowie Büchsen. Also Müll, der achtlos wegegeworfen worden ist. Das Hochwasseer hat ihn dann mitgespühlt. Den halte ich für unbedenklich. Ansonsten waren da noch Äste und Stämme, also natürliche Stoffe. Auch unbedenklich, wie ich meine.
    Ich gehe auch davon aus, dass keine Beineinrächtigung des Bodens eingetreten ist, da die Aroniaplantage eine Bio-Zertifizierung erhalten soll. Ich werde aber bei Herrn Schultz, einer der Eigentümer der Plantage in Coswig nochmals nachfragen.

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  17. Kirstin Walther 26. April 2006, 17:40

    Ich bin da immer hin- und hergerissen. Während und kurz nach dem Hochwasser 2002 gab es mündliche Informationen von der Lebensmittelüberwachung in Sachsen, daß wir Leergut, welches mit dem Hochwasser in Berührung kam, gleich vernichten sollten und nicht in unsere Hallen stellen sollen. Weitere Informationen sollten folgen. Da kam aber nie etwas hinterher. Wie man das werten soll, weiß ich auch nicht. Damals gab es ja auch zeitweise eine panikartige Berichterstattung, daß die Fluthelfer um Gottes Willen nicht mit dem Wasser in Berührung kommen dürfen. Das ebbte aber auch wieder ab. Schon seltsam. Manchmal frage ich mich, vorallem wegen der kursierenden Informationen über die Vogelgrippe, ob alles halb so schlimm ist, oder ob es schlimmer ist als man vermutet.
    Ich kann nur so viel sagen, was uns betrifft: Die Untersuchungen unserer Säfte im externen Labor zeigen da keine Auswirkungen. Sie enthielten weder chemische Pflanzenschutzmittel noch Schwermetalle und so was. Und es ist ziemlich sicher, daß da Äpfel, Birnen usw. dabei waren, welche von Bäumen kommen die vom Hochwasser 2002 betroffen waren.

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  18. Silke Schümann 26. April 2006, 20:33

    Ich sehe bei den Sträuchern kein Problem, allerdings dürfte sich eine Schutzbepflanzung rechnen, die das Treibgut von den eigentlichen Nutzpflanzen fernhält und welche immer wieder schnell und kostengünstig aufgeforstet werden kann.

    Meine Großmutter war so eine Biogärtnerin, die durch die Gartenplanung über geeignete Pflanzstrategien und Kulturmischungen mechanische Arbeit und Chemie einsparte.

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  19. Martin H. 28. April 2006, 13:00

    2002 waren eine Menge Öltanks geplatzt, außerdem waren Chemikalien in die Elbe gelangt (Spolana) und sicher eine Menge Klärgruben übergelaufen. Dazu stand das Wasser noch eine Zeit, so dass zur damaligen Zeit bestimmt nicht klar war, was der Schlamm enthielt.
    So wie ich mich erinnere, ging es vor allem um den Schutz vor Keimen.

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