Rattenschwanz der Woche

von: Kirstin Walther am 04.06.2007, 14:16 Uhr in Webshop

Ich wußte erst nicht genau, was ich von diesem Kommentar halten sollte… Aber Technorati brachte Aufklärung: Der Ludger mit seiner Fleischerei und unsere Wenigkeit wurden mit dem “Rattenschwanz der Woche” geehrt.

Was das ist? Nun ja, der Fachbegriff hierzu nennt sich “Long Tail” – Der lange Schwanz. Diesen Begriff nahm ich das erste Mail bei Jochen Krisch wahr, und ich muß zugeben, daß es mir persönlich schwer fallen würde, zu erklären, was es damit auf sich hat. Untertitel eines Buches, welches ich noch lesen muß, ist: Nischenprodukte statt Massenmarkt. Das passt auf uns auch in sofern, daß wir es innerhalb relativ kurzer Zeit schafften, daß Nischenprodukte, wie Quitte, Rhabarber, Johannisbeere usw. inzwischen weitaus mehr Bedeutung für uns haben, als das Hauptprodukt eines fast jeden Fruchtsaftherstellers: Apfelsaft – der liebste Saft der Deutschen (statistisch). Und das hätte ohne Internet/Blog/Shop vermutlich viel länger gedauert oder gar nicht funktioniert.

Habe ich das jetzt richtig interpretiert? :roll:

Vielleicht kann Jörg auch noch etwas dazu sagen, denn er kennt sich mit Marketingstrategien viel besser aus.

Verstanden habe ich jedoch – und darauf geht der erwähnte Buchautor auch ein, daß die Pareto-Zipf-Verteilung zwar in vielen Dingen seine Richtigkeit hat – übrigens auch ein spannendes Thema – aber in unserem Fall zu einem nicht so optimalen Ergebnis geführt hätte. Nämlich dann, wenn wir uns nur auf die 20 % unserer Produkte konzentriert hätten, die 80 % unseres Umsatzes ausmachten. Es gibt viele Theorien, die ihre Daseinsberechtigung haben, aber man sollte mE nicht vergessen, auf jeden Fall seinen Kunden zuzuhören und genau zu beobachten, was so im eigenen und angrenzenden Märkten passiert.

Ich fand eben sehr interessant, daß das Diagramm zur Zipf´schen Wortverteilung genauso aussieht, wie das Diagramm, was zur Veranschaulichung des Long Tails verwendet wird.

Vielen Dank, Herr Meyer, für diese Auszeichnung! :D

PS: Übrigens gibt es in dem Buch auch ein spannendes Kapitel über “Videos lösen das Fernsehen ab – Der grenzenlose Bildschirm”. Vielleicht für Ibo ganz spannend, denn es gab vor ein paar Tagen zu diesem Thema eine Diskussion bei Robert.

PSS: Jörg und ich mutmaßten eben scherzhaft, ob dieses Buch von Männern auch schon aus ganz anderen… Nee, ich kanns einfach nicht schreiben. :oops:





Kommentare

8 Kommentare
  1. Doc Sarah Schons 4. Juni 2007, 20:03

    Heya! Wir gratulieren!!! :-)
    Sarah & die Doc Blog Dogs

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  2. Jörg Holzmüller 5. Juni 2007, 11:14

    Die Schnellebigkeit dieses Mediums sorgt leider eben auch dafür, daß keiner mehr so richtig weiß, wovon eigentlich die Rede ist. Die Wenigsten, die mittlerweile ein Blog betreiben, haben das Wesen dieser Kommunikation verstanden. Und so werden aus Blogs Marketinginstrumente. Und so geht es jetzt mit der Theorie des Long Tail. Daß Herr Freese Aronia-Salami verkauft ist so weit weg von Long Tail wie wie wir von der erfolgreichen Einführung eines Salami-Saftes. Aber egal, hauptsache irgendjemand verleiht einen Preis und alle springen darauf an. Arme Bloggerwelt. Martin Röll hatte schon recht, und war dem Zeitgeist wieder mal weit voraus, sein Blog zu schließen.

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  3. Doc Sarah Schons 6. Juni 2007, 00:34

    ehem… Jörg… schlecht geschlafen?! :-)

    OK – Salami-Saft ist auch nicht für mich (Vegetarierin..) – und ich frag mich, was von Aronia noch in der Wurst und auch in Susannes Brot ist (sind die Enzyme platt, ist die Wirkung von Aronia ja nicht mehr da).

    Soweit so gut: blogworld ist eine seltsame Entität – da gibts watchblogs (nein Danke), Agentur Fuzzies (NEIN – ohne Danke) und was auch immer.
    Ich bin vorsichtig geworden. Viele “Blogger” sind nur Satelliten von Schäuble&Co oder Marketing “Strategen” – mag ich beides nicht..

    Antworten



  4. Doc Sarah Schons 6. Juni 2007, 00:36

    ehem… Jörg… schlecht geschlafen?! :-)

    OK – Salami-Saft ist auch nicht für mich (Vegetarierin..) – und ich frag mich, was von Aronia noch in der Wurst und auch in Susannes Brot ist (sind die Enzyme platt, ist die Wirkung von Aronia ja nicht mehr da).

    Soweit so gut: blogworld ist eine seltsame Entität – da gibts watchblogs (nein Danke), Agentur Fuzzies (NEIN – ohne Danke) und was auch immer.
    Ich bin vorsichtig geworden. Viele “Blogger” sind nur Satelliten von Schäuble&Co oder Marketing “Strategen” – mag ich beides nicht..

    Antworten



  5. Manuel 6. Juni 2007, 10:20

    Hmm, ein Kommentar von Jörg als “Besucher” ? Seltsam ;-)

    Wie auch immer – lasst uns diskutieren, was dann die Kommunikation via Blog ausmacht. Ab wann “bloggt” man richtig? Und was hat der “Rattenschwanz” mit Bloggen zu tun???

    Ich eröffne mal mit einer provokanten These:
    Bloggen ist nichts weiter als “ins Internet schreiben”. Es gibt keine “Blogosphäre”, und jedes Blog muss alleine durch seine Texte bestehen. Kann der oder die Blogger(in) das, ist es egal, ob nun ein Business-, Fun- oder Hobbyblog dafür die Plattform ist.

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  6. Kirstin Walther 6. Juni 2007, 13:06

    Jörg war vermutlich nicht eingebloggt… äh eingeloggt.

    Manuel, ich sehe das genauso wie Du. Weißt du ja.

    Für mich ist ein Weblog nur so etwas wie ein Tool, eine Art Software. Die macht es möglich, daß wir schnell und unkompliziert Inhalte ins Netz stellen können – auch Bilder und Filme.

    Nicht zu verachten ist allerdings hierbei die Suchmaschinenfreundlichkeit, wenn ich das mal so nennen darf. Vielleicht wird das aber auch überbewertet und hat mit Blogs gar nix zu tun? Eine normale Internetseite, die via üblicher CMSe gepflegt und auch so oft aktualisiert wird, wird vielleicht genauso gut gefunden, wie ein Blog?

    Die Kommentarfunktion finde ich toll, weil man im Dialog sein kann, und erfährt was der Kunde will, aber das ist für viele bestimmt nicht besonders wichtig.

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  7. Manuel 6. Juni 2007, 16:13

    Naja, Blogs haben schon einige Vorteile gegenüber normalen CMS-Seiten. Stichworte: RSS, Pings, Trackbacks, Kommentarfunktion etc.

    Die Suchmaschinenfreundlichkeit ist zur Zeit noch sehr gut.

    Aber es gibt auch jede Menge Nachteile – z.B. geht die Übersicht verloren (ich finde teilweise meine eigenen Artikel nur noch über die Suche wieder *lol*), und sie sind anfällig für Spam.

    Was mich aber immer noch etwas wundert – darum der Gedanke, es wäre nicht der echte Holzmüller gewesen (*g*), ist dieser Ausspruch:
    “so werden aus Blogs Marketinginstrumente”
    Ja, was denn sonst? (ich meine jetzt explizit den Corporate-Blog-Bereich) Und, ist das denn so schlimm??

    Und eine zweite Frage (weil ich es irgendwie nie wirklich ganz in den Kopf kriege): Was genau ist denn nun dieser “lange Schwanz” ???

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  8. Manuel 6. Juni 2007, 16:15

    PS: checkt übrigens mal eure Seiten mit diesem Tool:
    http://www.seitwert.de

    Sehr interessant. Aber nicht ärgern – die höchsten Seiten erreichen auch nur 75 ;-)

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