Erstes deutschsprachiges Buch über Aronia erschienen

von: Kirstin am 28.11.2007, 14:46 Uhr in Aronia,Öffentlichkeit


Seit heute ist es bei uns zu haben: das erste deutschsprachige Buch über die Aroniabeere (72 Seiten, 9,90 Euro). Auf 72 reichbebilderten Seiten haben die Autoren, Sigrid Grün und Jan Neidhardt es geschafft, so ziemlich alles populär und leicht verständlich aufzuschreiben, was gegenwärtig über die sächsische Gesundheitsbeere bekannt ist: von der außergewöhnlichen Heilkraft über die Herkunft bis hin zur Kultivierung. Manuel Rosenboom vom Blog vital-genuss nennt es dann auch in seiner Buchbesprechung mit Recht “ein Übersichtswerk”.

Der Titel des Buches, Aronia – unentdeckte Heilpflanze” läßt schon erahnen, was hauptsächlich der Inhalt ist: ausführlich widmen sich die Autoren dem medizinischen Aspekt der Gesundheitsbeere. Der Leser erfährt dabei recht umfangreich über die Wirkung der Aronia, worauf ich hier leider aus lebensmittelrechtlichen Gründen nicht eingehen darf. Natürlich kommt die Geschichte der Aroniabeere nicht zu kurz, und wie der russische Obstbaupionier Iwan Wladimirowitsch Michurin die Beere um 1900 in das Zarenreich brachte. Und Rezepte fehlen selbstverständlich auch nicht. Im Anhang befinden sich zahlreiche Literaturempfehlungen.

Spannend auch, wie die Beere in die DDR kam. Hier ein Buchauszug:

„Die Anfänge des Aronia-Anbaus in Schirgiswalde reichen bis in die 1970er Jahre zurück. Im Rahmen des Obstbauprogrammes der DDR sei es von staatlicher Seite für den damals bestehenden Betrieb, die “Gärtnerische Produktionsgenossenschaft” GPG Berglandobst Schirgiswalde, vorgeben gewesen, 20 Hektar Edelebereschen anzubauen. Die Verarbeitung der Früchte sollte in einem Betrieb in Sohland, einem Nachbarort von Schirgiswalde, erfolgen. Der dortige Betriebsleiter teilte aber den Verantwortlichen der Plantage mit, daß es eine bessere Alternative zu Sorbus (Eberesche) kenne. Und so sei man in die damalige CSSR gefahren, um Aronia zu begutachten. Dies sei – etwa um 1972 – der entscheidende Impuls zum Aronia-Anbau in Schirgiswalde gewesen. Von tschechischer Seite seien dann auch Reiser, also zur Veredelung geeignete Zweige, geschickt worden. Der Zoll in Dresden habe diese allerdings so lange liegen gelassen, bis diese vertrocknet und völlig unbrauchbar gewesen seien. Veredelt wurde dann aber trotzdem, nachdem die Frauen der damals leitenden Mitarbeiter der GPG die nötigen Zweige in ihren Reisetaschen auf etwas ungewöhnliche Art, vom Zoll unbemerkt, in die DDR ´eingeführt´ hätten.“






Kommentare

4 Kommentare
  1. Gabriele Helbig, Dresden 14. November 2007, 10:05

    Nach dem Genuss von etlichen Litern von Aronia-Säften der Fa. Walther wegen der gesundheitsfördernden Eigenschaften (auch mein bevorzugtes Geschenk an Eltern, Großeltern, Tanten) habe ich mir vor Kurzem zwei Pflanzen beim Verkauf in Coswig besorgt und hoffe, dass diese bald reiche Früchte tragen! Damit ich alles über diese Frucht erfahre, würde ich gern das Buch gewinnen!

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  2. Ingrid Bernitz, Chemnitz 15. November 2007, 16:50

    Ich habe seit 20 Jahren eine Aronia im Garten, nutzte den Saft aber aus Unkenntnis lange nicht. Ich bin erst über das Internet auf die gesundheitsfördenden Inhaltsstoffe aufmerksam geworden und mache jeden Herbst Saft daraus. Ich würde auch das Buch gern gewinnen, um evtl. noch andere Rezepte zu erhalten.

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  3. S. Walter 16. November 2007, 14:06

    Seit kurzem weiß ich um die gesundheitsfördernde Wirkung der Aronia. Ich würde gern ein Buch gewinnen, da ich diese Pflanze in meinem Garten kultivieren möchte.

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  4. RaymaN 18. November 2007, 16:25

    Ich habe das Buch gestern im Saftladen bei Euch bekommen. Wirklich interessant. Heute habe ich gleich 2 Aronia-Pflanzen eingepflanzt. Danke!

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