Die etwas andere Rauchentwöhnung mit Dr. Sarah Schons

von: am 02.12.2007, 15:41 Uhr in Öffentlichkeit

Der 1. Europäische Präventionstag hatte viele Höhepunkte. Für mich persönlich gehörte der Vortrag oder besser der Workshop von Dr. Sarah Schons über die Rauchentwöhnung dazu. Die Zeit mit ihr entpuppte sich als Lehrstunde in Sachen Selbsterkennung mit dem ein oder anderen Seitenhieb auf unsere gesellschaftlichen Verhältnisse. Der Beitrag zum Nachhören hier als Podcast.


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NACHTRAG: Obwohl ich Nichtraucher bin, bin ich durch Dr. Sarah Schons für das Thema Rauchentwöhnung sensibilisiert worden. Heute, Sonntag, 1. Advent, lief um 13:15 für 30 Minuten eine ARD-Reportage mit dem Titel “Die letzte Zigarette – eine Familie auf Entzug”. Um das das Ergebnis vorwegzunehmen: von den fünf Rauchern, die mittels Rauchtentwöhnungsseminar ein für alle Mal ihrer Sucht ein Ende setzen wollten, sind vier rückfällig geworden. Frustrierend, wie ich finde, und für mich mit der Botschaft verbunden: Versucht erst gar nicht mit Rauchen aufzuhören, ihr schafft es sowieso nicht!

Wer Sarah bei ihrem Vortrag auf dem Präventionstasg vor einer Woche in Bonn zugehört (höre Podcost oben) hat,hätte von Anbeginn der Reportage geahnt, daß es nichts wird mit dem dauerhaften Aufhören des Rauchens. Bei ihr wäre die Rückfallquote, wie ich mir habe sagen lassen, gerade anders herum ausgefallen. Vielleicht dreht ja die ARD mal einen Film bei ihr, damit die Rauchentwöhnungswilligen nicht so frustriert sind! ;)





Kommentare

3 Kommentare
  1. Manuel 27. November 2007, 11:33

    Schöner Podcast – Frau Schons hat eine sehr angenehme Erzählstimme!

    Allerdings bin ich der Meinung, dass man nicht “Genussraucher” werden kann. Rauchen ist kein Genuss, man raucht, weil man süchtig ist. Und “ein bißchen Sucht” geht nun mal nicht.

    Ich habe vor 3 Jahren aufgehört zu rauchen – und mir gehts super damit. Allerdings weiss ich, dass ich wahrscheinlich wieder “reinrutsche” wenn ich ab und zu mal eine Zigarette rauchen würde. Also tue ich es nicht. Das ist wie mit dem Alkoholiker. Der muss auch trocken bleiben. Glücklicherweise ist das bei der Zigarette einfacher als beim Alkohol ;-)

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  2. Doc Sarah Schons 28. November 2007, 19:41

    @ Manuel: darf ich eine Anmerkung machen?! Unwidersprochen darf ein Alki niemalsnienichtnie wieder einen Tropfen C2H5OH trinken. Anders ist das Rauchen – eben weil Nikotin nicht so wirkt, wie Alk, Gras oder Koks etc.: es gbt Genußraucher und Suchtraucher. So wie Gourmands und Bulimiker. Die Therapie geht dahin, aus Bulimikern Gourmands zu machen. Auch bei Zigaretten. Schließlich kannst Du nem Bulimiker das Essen nicht verbieten – das wär ja fatal! Ziel all unserer suchttherapeutischen Bestrebungen ist Freiheit. Freiheit von Sucht und den ihr zu Grunde liegenden Mustern…

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  3. Manuel 29. November 2007, 16:29

    @ Sarah: Sorry – ich sehe das anders. Es gibt kein “Genussrauchen”. Rauchen ist kein Genuss. Haben wir alle angefangen zu rauchen, weil es so ein Genuss war? Nein – die erste Zigarette schmeckt(e) scheußlich. Und es hat lange gedauert, bis wir uns dran gewöhnt hatten… Das ist doch das perfide am Nikotin, wir reden uns ein, es wäre ein Genuss, dabei befriedigen wir nur unsere Sucht.

    Wenn Du ab und an rauchen kannst, aus Genuss – ohne zum Kettenraucher zu werden, dann freut mich das für dich. Ich könnte es nicht, ich hab bereits einmal aufgehört und dann doch wieder angefangen. Irgendwann ist man wieder bei seinem halben Päckchen pro Tag angekommen. Danke, das brauche ich nicht noch einmal ;-)

    (ich bin wohl zu sehr von “Endlich Nichtraucher” beeinflusst)

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