Mitarbeiterqualifikation und Skypeverkehr
von: Kirstin Walther am 07.05.2008, 21:27 Uhr in Unsere Mitarbeiter
Ich fühle mich heute ein wenig in meinen grundlegenden Ansichten bestätigt, die mitunter anders sind, als weitläufig bevorzugte Ansichten.
Seit Wochen fehlt mir ein Mitarbeiter/in im Büro (meine Assistenz sozusagen) – sagen wir mal aus gesundheitlichen Gründen und damit verbundenen neu entstehenden Erdenbürgern. Und deswegen bleibt auch weniger Zeit zum Bloggen.
Aufgrund persönlicher Erfahrungen bin ich jemand, dem die vorhandene bzw. nicht vorhandene Qualifikation von potentiellen Mitarbeitern weitestgehend egal ist. Für mich müssen neue Leute ins Team passen, eine Leidenschaft für das Unternehmen und dessen Produkte haben bzw. entwickeln, kommunikativ sein und vorallem auch in der Lage sein, respektvoll mit anderen Menschen und Kollegen umzugehen. Ihre Qualifikation erhalten sie dann während sie arbeiten. Learning by doing nennt man das wohl neudeutsch und ich habe auch grundsätzlich nicht allzu viel gegen eine Trial/Error Methode, wenn die kostenseitigen Risiken im Rahmen bleiben.
Als ich noch gaaaanz jung war (18), und infolge von etwas unvernünftigen Herz-Verstand-Diskrepanzen drei Tage vor Mauerfall fluchtartig die Deutsche Demokratische Republik verließ, landete ich aufgrund einer Stellenanzeige, in welcher einfach nur nach “Nachwuchskräften” gesucht wurde, im Ländle (Leinfelden-Echterdingen um ganz genau zu sein – gleich neben Stuttgart). Ich hatte eine kaufmännische Ausbildung gemacht, die man eigentlich “in die Tonne kloppen” kann, wenn sie denn wie bei mir im Osten Deutschlands stattfand. Angedacht war, daß ich den Sektretärinnenjob übernehme, sobald bis dahin vorhandene Sekretärin sich in den Babyurlaub verabschiedet. Beim Vorstellungsgespräch ging es um alles, aber nicht um meine Qualifikation. Meine Zeugnisse hatte ich eh noch nicht von Ost nach West geholt und um sie mit über die Grenze zu nehmen, war ich damals zu feige. (Flucht erfolgte über Tschechien) Mir wurde gesagt, daß es einzig und allein darum geht, ob ich ins Team passe und diesen Anschein erweckte ich wohl glücklicherweise. Da die werdende Sekretärin noch da war, wurde ich so lange in die “Projektgruppe” gesteckt. Ich vergaß zu erwähnen, daß dieses Unternehmen in Lüftung, Heizung und Tageslicht für Industriebauten macht. In Stuttgart war eins von mehreren Vertriebsbüros.
Bereits an meinem ersten Arbeitstag wurde ich einfach an ein überdimensionales Zeichenbrett gestellt und mußte Grundrisse (durch)zeichnen, in die von “qualifizierteren Mitarbeitern” dann die technischen Anlagen geplant wurden. Technisches Zeichnen hatten wir an der sogenannten Polytechnischen Oberschule angeschnitten und machte mir Spaß. Täglich kamen neue Aufgaben auf mich zu, die ich gerne und scheinbar gut erledigte und so kam es, daß ich in der Projektgruppe blieb. Zeichnete irgendwann auch technische Anlagen und koordinierte komplette Projekte, nachdem ich mehrere firmeninterne technische Schulungen, wie Brandschutz, Lüftung usw. besucht hatte. Wichtig zu erwähnen, finde ich, ist, daß jeder in diesem Unternehmen den gleichen Werdegang hatte, egal ob Ingenieur oder pseudokaufmännisch ausgebildete Ostpomeranze. Das führte dann auch dazu, daß ich zum Beispiel nach dem zweiwöchigen Lüftungskurs MIT Abschlußtest (der Test wurde eingeführt, damit die Leute nachts und nicht tagsüber im Kurs schlafen
) besser abschnitt, als beispielsweise die fast ausschließlich männlichen Kursteilnehmer, die die Materie zumindest ansatzweise studiert hatten. Also Ingenieure, Techniker und ähnliches. Einer war sogar regelrecht beleidigt gewesen. Nun ja… So ist das mitunter…
Nein, ich hatte immer schlechte Zensuren in solchen Fächern gehabt und ich hätte nicht übel Lust jetzt noch mehr vom Thema abzuschweifen und meine Meinung zum deutschen Bildungssystem loszuwerden, nachdem ich es leider live zu spüren bekomme, aufgrund meines schulpflichtigen Sohnes… Aber das wird zu viel. Ich glaube, es hat nur mit der Einstellung zu tun, mit der Praxisnähe – mit dem Interesse. Und wenn man sich für etwas interessiert, kann man alles lernen und erfolgreich umsetzen. Das ist zumindest meine Meinung. Und schneller geht es auch, weil man für den Moment jedenfalls nur das lernt, was man für den Job benötigt. Da stellt sich mir gerade die Frage, welche Menschen und warum Menschen ehrgeizig sind. Ehrgeizig? Hmm… vielleicht das falsche Wort. Überhaupt ein recht seltsames Wort… Ich geize mit Ehre, wenn ich ehrgeizig bin? Seltsam… Ehrgeizig wird ja positiv verknüpft… Nennen wir es dann doch mal Ambition, Eifer oder Fleiß.
Alles in allem wollte ich zu meinem Werdegang sagen, daß ich ohne passende Qualifikation alle Möglichkeiten hatte, eine sogenannte “Karriere” zu machen. War mit 19 oder 20 für einige Wochen im Schweizer Verkaufsbüro, wo man mich aufgrund meiner frisch erworbenen Qualifikationen, sogar verheiraten wollte, damit ich da bleiben kann. Was dazu führte, daß mein damaliger Chef in Rekordzeit von Stuttgart in die Schweiz gerast kam, um mich wieder abzuholen, nachdem er von der Sache Wind bekam… *lach* Ich war zur Spezial-Sonnenschutz-Ausbildung in Dänemark usw. Das mag für einige nichts besonderes sein. Für mich war es das und wird es auch bleiben. Und sogar als ich aufgrund einer weiteren Herz-Verstand-Diskrepanz wieder Richtung Heimat ging, wurde mir angeboten… ja, ich wurde regelrecht angefleht, doch in Dresden zu leben und trotzdem in Stuttgart zu arbeiten – Flugkosten auf die Firmenkappe. Habs dann doch nicht gemacht, sondern bin im elterlichen Betrieb geblieben. Und ich glaube wirklich nicht, daß das etwas mit besonderen Fähigkeiten zu tun hat, sondern einfach damit, ob man etwas will oder nicht. Außerdem ist es natürlich so, daß es mir immer wichtiger war, daß ich mich an dem Ort wohlfühle, an dem ich den Großteil meiner Zeit in Form von Arbeiten verbringe. Geld war da zunächst zweitrangig und ich kenne wenige Arbeitgeber die ein Problem damit haben, gute Arbeit auch gut zu bezahlen.
Eine weitere Besonderheit in dieser Firma war, daß wir als Innendienstleute von Zeit zu Zeit mit den Monteuren auf der Baustelle arbeiten mußten, damit uns aufgrund von Unkenntnis nicht allzu oft Fehler in der Montagekalkulation unterliefen. Neulich bei einem anderen sächsischen Lebensmittelunternehmen, wurde mir das auch erzählt. Alle Innendienst-Mitarbeiter müssen einmal im Monat in die Produktion. Was mich betrifft, habe ich nach Rückkehr aus dem Westen lange Zeit in der Produktion bei Walthers gearbeitet und das war zwar oft ziemlich langweilig und frustrierend, vorallem nachdem man einen sehr verantwortungsvollen Job in Stuttgart hatte, aber es war und ist auch gut so. Ich habe mir vorgenommen, daß auch bei uns einzuführen. Möglicherweise wäre es auch hilfreich, daß die Produktionsleute mal im Innendienst sind, um zu sehen, daß Büroarbeit auch Arbeit ist… auch wenn man nicht sichtbar schwitzt…
Aber zurück zur unbesetzten Stelle:
Lange habe ich mir den Kopf zerbrochen, ob man eine Anzeige schaltet, beim Arbeitsamt mal nachfragt, etc. um einen Ersatz für die leere Stelle im Innendienst zu finden. Und nun kommen wir zu unserem neuen Büro-Mitarbeiter Nico. Er arbeitete schon seit einigen Monaten als Produktionsaushilfe stundenweise bei uns. Im übrigen ist er gelernter Straßenbauer! Nein, das ist kein Schreibfehler…
Eine Freundin sagte mir, warum ich nicht Nico ins Büro hole… Jetzt wird sich sicher jeder fragen, wie man auf so eine Idee kommen kann… Ich benutzte Nico vor einiger Zeit dafür, um eben jener Freundin an ihrem Geburtstag einen kleinen Streich zu spielen, da sie ihn unmöglich kennen konnte. Ich will jetzt nicht auf die Einzelheiten eingehen, zumindest war er von mir angewiesen, sich als Telekom-Mitarbeiter auszugeben usw. damit sie auf ungewöhnliche und überraschende Art und Weise an ihr Geschenk kommt. Hat wunderbar funktioniert!!! Sie sagte halt: Der Nico ist kommunikativ, hat ein korrektes Auftreten, keine Scheu, ist nicht auf den Mund gefallen und überhaupt ein sympathischer usw. Probier es doch mit ihm. Hmm… dachte ich so, warum nicht, bei mir hat es ja auch funktioniert und von meinem Bruder (Produktionschef) wußte ich, daß Nico wirklich gern bei uns arbeitet, obwohl manche Aufgaben in der Produktion recht eintönig sind (wir wissen ja inzwischen, wo das hinführen kann) – nämlich bis ins managermagazin
), großes Interesse für die Materie zeigt, extrem vielseitig und hilfsbereit ist, die Arbeit selber sieht usw.
Seit Montag nun, sitzt er im eigenen Büro und unterstützt uns tatkräftig in der telefonischen und schriftlichen Kundenbetreuung, Gesprächen mit Lieferanten usw. Alles wofür die anderen und ich nicht wirklich übrige Zeit haben, denn die Stelle gab es ja nicht zum Spaß. Heute gab ich ihm die Aufgabe für drei neue geplante Saftboxensorten Texte zu entwerfen. Das sind die, die oben auf dem Deckel stehen. Zum Beispiel steht bei Rhabarber: “Ein belebender Nektar aus frisch gepreßten Rhabarberstangen. Genießen Sie diese fast vergessene Gemüsesorte in wohlschmeckender, flüssiger Form.” Und das hat er heute unter anderem gemacht. Dann auch noch zwei Vorschläge pro Sorte (ohne Anweisung). Bei Skype fand daraufhin folgender Dialog statt:

Also ich glaube, das war eine gute Entscheidung. Ich hoffe, der Nico nimmt mir nicht übel, daß ich so offen darüber schreibe, aber ich finde dieses Thema sehr interessant, ob man nun unbedingt bereits hochqualifizierte Mitarbeiter braucht oder nicht. Wenn sie es denn überhaupt sind… bevor sie einen konkreten Job bekommen. Und was das Beste ist: Er WILL bloggen! Na dann…
So… und wieso steht Skypeverkehr in der Überschrift? Eigentlich weil ich noch darauf eingehen wollte, daß Skype sich ganz wunderbar zur Kommunikation eignet. Intern (jeder, der am PC arbeitet hat einen Skypeaccount bei uns) aber auch extern mit Lieferanten und Dienstleistern eine sehr angenehme Arbeitsweise. Schnell und unkompliziert. Aber der Blogeintrag ist jetzt eh schon so lang, deswegen lasse ich es mal dabei.
Ähmm… Ich hoffe, daß sich jetzt niemand, der supertoll ausgebildet ist, auf den Schlips getreten fühlt… Aber wenn man gern lange Mitarbeiter behält oder lange ans Unternehmen binden will, halte ich die beschriebene Vorgehensweise für eine sehr brauchbare Alternative.
PS: Ein guter Kunde, mit dem ich eben über dieses Thema sprach, bestätigte mich in dieser Meinung. Da fiel auch noch das Wort “Talent”! Wobei die Herausforderung ist, Talente in Menschen zu entdecken, egal welche Abschlüsse sie haben…
Und zu meiner Verteidigung schon mal vorab, falls jemand komische Gedanken bekommt, weil Bauarbeiter bei Walthers die Kunden betreuen… Scheinbar ist es ja so, daß “normale” Kommunikation bzw. “normaler” Dialog mit dem Kunden und auch Lieferanten auf Augenhöhe etwas so besonderes – in meinen Augen verloren gegangenes – ist, daß man wegen so etwas jede Menge Presseerwähnungen bekommt bzw. nicht wenige Anfragen für Vorträge auf Kongressen über die außergewöhnliche Art der Kommunikation bei Walthers. Vielleicht sollten wir in diesem Zusammenhang gleich mal neue Buzzwords erfinden, weil das grad so in ist? So etwas wie:
- downtoearth-marketing
- native dialogue
- eyelevel-marketing
any ideas?
PPS: Dieser Eintrag soll außerdem keine Abwertung anderer Mitarbeiter darstellen. Ich finde es einfach nur spannend, weil es mir in jungen Jahren genauso erging. Wer sich an anderer Stelle im Saftladen besser aufgehoben fühlen würde, möge mir bitte bescheid geben. Denn: Die Arbeit, die einem am meisten Spaß macht, die kann man auch am besten… sagte mal irgendeine schlaue Person.


Interessant, dass du das mal ansprichst. Ich habe damals in meiner Lehrzeit in etwa das Gleiche erlebt. Oder zumindest die Überzeugung gewonnen, dass man für viele Berufe nicht ausgebildet sein muss, sondern sich reinarbeiten kann. Klar ist ne Ausbildung schon irgendwo wichtig, aber bei mir gingen Theorie und Praxis weit aneinander vorbei.
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downtoearth-marketing finde ich gut
Ich habe gerade in einem fast-schlauen Buch von TEM gelesen. TEM = Tante Emma Marketing, das geht irgendwie in die gleiche Richtung.
Gerhard Zirkel
*OEM-Marketingexperte*
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Meinen besten Personalgriff habe ich getan, als ich einen Storekeeper von einem Bananenfrachter eingestellt hatte, dessen Familie ihn zuhause haben wollte und nicht mehr auf See. Vorgesehen war er für das Lager, aber nach kurzer Zeit merkte ich, dass er Zeit seines Lebens unter seinen Fähigkeiten eingesetzt war. Wenig später übernahm er den Einkauf, wurde dann meine rechte Hand, 100% zuverlässig, nie zu spät.
Wir hätten uns nie getrennt, aber er zog mit der Familie ins Allgäu.
Stehe heute noch mit ihm in Kontakt.
Ein Mitarbeiter muss “passen”, das ist wichtiger als jede Qualifikation.
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liebste kirstin! das ist ein suuuuuuper artikel!!! ja, und das quereinsteigen kenn ich auch… hab mir mein med und phil studium in der werbung verdient – und wurde sogar etat-director… ich würde jederzeit quereinsteiger einstellen und fördern, wenn sie ins team passen und was FÜR das unternehmen wollen! big hugs an nico! und noch mehr hugs für dich
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Ja, das mit dem Quereinsteigen ist sicherlich nicht verkehrt. Allerdings gehören manchmal zu bestimmten Jobs auch Grundlagen dazu. Aber die ist man dann als Quereinsteiger sicher bereit zu lernen, wenn es denn Spaß macht.
Und beide Seiten haben mehr davon, wenn es Spaß macht — mehr Motivation und sehr viel Spaß im Job.
Netter Post.
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Donnerwetter, ein langer und lesenswerter Artikel!
In meiner Firma mit amerikanischer “Leitung” wird auf Zertifikate Wert gelegt. Viele dieser zeritfizierten Kollegen sind für nichts zu gebrauchen oder können das gelernte nicht umsetzen.
Ich arbeite auch lieber mit den Kollegen zusammen, mit denen ich mich gut verstehe, dann laufen die Projekte wesentlich besser, intensiver und effektiver ab. Aber das wird ja von der Firma nicht gewünscht.
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Oh, Ihr habt neue Säfte vor?
Wenn Ihr bei der Beschriftung der neuen Saftboxen den Agovis weglasst und einen Bindestrich zwischen “Frucht” und “Saft” schreibt, kaufe ich Euch die gerne ab
Gruß an den Mager-Uwe!
– URS, der gerade heute einen neuen Apfelsaft von Walthers angebrochen hat…
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menno… Kunde verweigert Kauf wegen Agovis’en… *lach*
naja, aber jedenfalls klingt agovis besser als deppen’-apostroph”, nicht, Uwe?
)
Und wieso einen Bindestrich zwischen Frucht und Saft? Frucht-Saft… sieht seltsam aus… Fruchtsaft!
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Wenn hier schon über Rechtschreibung diskutiert wird, dann frage ich mal, wer denn auf die Idee kam “Walter’s” zu schreiben. Da dreht sich mir mein germanistisch halbgebildeter Magen um.
Nicht alles, was modern ist, ist richtig. Mich erinnern diese falsch gesetzten Apostrophe immer an:
“Petra’s Nagelstudio”. Da verstehe ich solche Fehler noch, aber bei Walters?
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@ michasel: vielleicht weil “walther´s” are going international
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Hihi, wenigstens habe ich etwas zum Denken angeregt.
Latürnich gefällt mir “Fruchtsaft” besser als “Frucht-Saft”, aber wenn ich mir Eure Verpackungen ansehe, steht da “Aroina Nektar”. Hier halte ich “Aronia-Nektar” für besser lesbar (bei den großen Schriften) als “Aronianektar”.
Deshalb hatte ich ja auch Frucht-Saft und nicht Fruchtsaft geschrieben. Im Fließtext sieht “Fruchtsaft” oder “Aronianektar” besser aus.
Einige Hersteller müssen ja die Produktbezeichnung in zwei Zeilen schreiben und lassen deswegen den dann grafisch unschönen Bindestrich weg. Und zack, hängen sich alle dran und schreiben auch in einer Zeile mit ohne Bindestrich.
Die einen achten auf den Preis, andere auf “Bio” oder “vegan”, ich auf Qualität, Hersteller und Rechtschreibung. Wenn ich im Laden die Auswahl zwischen mehreren gleichartigen Produkten habe, lasse ich das mit der falschen Schreibung stehen.
Aber weil bei mir die Säfte von Walther bei Qualität und Hersteller (ich kenne die Bossin aus’m Blog) mehr punkten als der Agovis verderben kann, bleibe ich wohl bei den leckeren Saftboxen.
Und Sport treibe ich mit “Saft boxen”.
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alsooo… Das Walther´s – Logo, so wie es jetzt ist hat mal eine gaanz tolle Agentur entworfen. Muß so schätzungsweise vor 15 Jahren gewesen sein (oh gott… ich bin so alt). Warum dieses Apostroph da rein kam weiß ich nicht mehr. Die Agentur war so eine von der Sorte: “Also WIR sind die Experten und wir wissen, welches Logo am besten wirkt…!”
Vorher hießen wir immer nur Kelterei Walther, Karl Walther & Sohn.. Bei Insidern: Saftwalther (es gibt auch einen Autowalther in Arnsdorf) und neulich sagte mal jemand Saftwaltherei…
)
Eigentlich finde ich es auch manchmal blöd, wenn auf Briefen steht… AN: Kelterei Walthers oder liebe Frau Walthers…
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Alex? Könntest Du das aktuelle Logo mal ohne Apostroph abbilden? Das wäre superlieb! Danke!
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Wo wir gerade bei Rechtschreibung sind: Ich habe am Wochenende beim BarCamp mir den Text oben auf der Rhabarber Nektar-Packung durchgelesen und festgestellt: Da steht, Rhabarber sei eine “vergessende Gemüsesorte”. Ich glaube Ihr meint “vergessene”, oder?
)
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@Kirstin
Euren Saft gibt es sogar in Elmshorn, bei “Rostocks”, da kaufen wir ihn ein.
Spricht für Rostock, nebenbei das schönste Blumencenter, das ich kenne.
Und zu der Agentur, die kenne ich, die muß es ganz oft in Deutschland geben, so bekannt kommt mir die Aussage vor.
Aber das Verpackungsdesign ist unverwechselbar und auffällig, das sollte es ja auch sein, egal, ob man es nun mag oder nicht.
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“Saftwaltherei” ist ja wohl der hammer! mein rat: sofort umcodieren darauf!!!! das ist gold wert!!!!
innerdeutsch.
international betrachtet find ich “walther´s” immer noch ok!
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@Kirstin und Doc Sarah:
Ich stimme für “Walther” in dem Halbkreis, das “Gesunde Obstsäfte” kann in dem Logo gerne stehenbleiben.
Bei “Walthers Gesunde Obstsäfte” erkennt man den Genitiv nicht, und es kommt zu “Hallo Frau Walthers!” Ein Auslassungszeichen (Apostroph) von dem Genitiv-S ist fehl am Platz.
Trinken kommen! und eine lieben Gruß aus Essen — URS
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“Trinken kommen” ist super, lieber Urs. und grammatikalisch geb ich dir völlig recht! dennoch….
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Gut zu lesen, dass es Chefs gibt, die auf die Persönlichkeit und nicht nur Zensuren oder Abschlüsse achten. Ich habe zwar ein Diplom, kann damit aber kaum was anfangen. In meinem jetzigen Job lerne ich eh alles neu.
Sollte ich den Job mal verlieren, ich hoffe es nicht, denn er ist toll, dann bewerbe ich mich bei Euch.
Lym
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Liebe Kirstin, durch Zufall kam ich auf Ihren Artikel, den ich gerade mit Interesse gelesen habe. Schöner Stil des Schreibens gespickt mit Humor und interessanten persönlichen Lebensdetails. Ich bin auch Quereinsteiger – mehr oder weniger. Ich arbeite im Büro als Sekretärin und wurde durch Zufall, weil es mir die Natur mit gab, in die Werbeschiene gesteckt. Als Wassermann bringe ich die angeborene Kreativität (wahrscheinlich) mit und hab mich in dieses Gebiet inzwischen gut reingearbeitet. Gern würde ich woanders anfangen wollen (in der Werbung), denke aber, weil ich ja keine Ausbildung habe, dass es wenig Zweck hat, mich zu bewerben. Es sei denn, die Chefetage denkt wie Sie!
Übrigens: An dieser Stelle wünsche ich dem Nico viel Glück für sein neues Aufgabengebiet und richten Sie ihm bitte viele Grüße von mir aus … ;o)
Vielen Dank und alles Gute für Ihr Unternehmen!
die Nette
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Es ist eine Frage der Wertschätzung, die man sich selbst entgegen bringt, ob man qualifizierte Mitarbeiter gut entlohnt oder lieber mit Billigarbeitern punkten möchte.
Chefs, die Ihre Mitarbeiter achten und ehren waren und sind leider selten.
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..auf kleinem Umweg (über 1. OpenSpace Dresden Veranstaltung, XING-Profil auf Blog neugierig geworden und da war ich schon).
Stichwort Skype (von einer Geschäftsführerin eines Saftunternehmens für Posting genutzt) machte mich vollends neugierig – wo gibt’s denn das, dass der Chef bloggt?
Super:-)
Abschlüsse und wahre Talente: das stimmt selten überein und Talente müssen entdeckt und gepflegt werden. Nur wer macht sich heutzutage die Mühe, Entdecker zu sein?
Ich freue mich bereits heute schon auf die Veranstaltung im November, um mehr zu erfahren, denn auch ich bin Talente-Entdecker.
Schöne Grüße (noch aus Leipzig)
Ralf Lippold
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Bin zufällig auf der Seite gelandet, weil ich einen Artikel bei Robert Basic gelesen habe, in dem ein Link zu euch war. Ich kannte diese Seite zwar schon von früher mal aber habe nie einen Artikel hier gelesen. Nun habe ich ein paar Artikel hier gelesen und muss gestehen das ich sehr begeistert bin. Bei diesem Artikel musste ich meinen “Saft” dazugeben. Also ich finde du hast das ganz genau richtig gemacht. Jeder kann alles lernen und mehr noch, jeder kann in dem was er tut, verdammt gut werden. Voraussetzung ist wie bei Allem, der Wille, Fleiß und Spaß an dem was man tut. Arbeitgeberseitig ist es wichtig, nur Menschen einzustellen, an die man glaubt, diese zu fördern wenn man bemerkt das großes Interesse besteht und der Einsatz stimmt. Mitarbeiter können über sich hinaus wachsen, wenn man ihnen Verantwortung und “Empowerment” überträgt und ihnen vertraut. Das genaue gegenteil kann jedoch passieren wenn man Mitarbeiter endlos abstrampeln lässt, ohne ein Weiterkommen. Zuerst verliert man ihre Einsatzfreude, dann kommt der Schritt der Kontraproduktivität und irgendwann verliert man sie dann ganz. Super Seite, toller Beitrag und sicherlich eine geniale Firma für Arbeitnehmer.
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Theorie gehört schon dazu, wenn man auch nicht immer weiß, wozu das in der Ausbildung angeeignete Wissen später dienen soll. Letztlich formt die Lehre einen Menschen/Character.
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