Aufdeckung von weiteren Biosauereien

von: Kirstin Walther am 07.01.2009, 21:40 Uhr in Öffentlichkeit

Wie schon prophezeiht, geht die öffentliche Bio-Talfahrt weiter. Diese Woche berichtet der Spiegel ausführlich zu diesem Thema. Wir hatten diesen Beitrag vor einiger Zeit schon angekündigt.

Die Überschrift des 1. Teils (Alles Bio, oder was?) kam mir so bekannt vor… Naja, fast gleich. Interessant finde ich, daß das Thema vor anderthalb Jahren noch nicht so richtig interessiert hat, zumindest wenn man die Anzahl der Kommentare anschaut. Könnte aber auch daran liegen, daß wir damals viel weniger Saftblogbesucher hatten als heute.

Was soll ich sagen? Jeder Mensch, der ein bißchen Verstand hat, weiß, daß das alles nicht gut gehen kann, bzw. ohne Kompromisse funktionieren kann.

Ich möchte hier nur eine Grafik aus dem Artikel veröffentlichen, welche untermalt, daß das Wachstum des Biodiscounts zu Lasten der kleineren Geschäfte gehen wird bzw. schon geht.

Ansonsten:
Logisch, daß Biovieh total krank ist und unter schlimmen Bedingungen gehalten wird.
Logisch, daß bei Prüfungen und Zertifizierungen belogen und betrogen wird, vorallem im Ausland.
Logisch, daß die meisten Verbraucher Bio im Discount kaufen. Wieso, sollte das anders sein als bei konventionellen Lebensmitteln?

Und so weiter und so fort…





Kommentare

6 Kommentare
  1. Doc Sarah Schons 6. September 2007, 21:38

    Hatten wir schon hier und auch dort… ;-)

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  2. Tobimahony 7. September 2007, 09:38

    Naja, die Grafik sagt nicht unbedingt aus, dass es zu Lasten der kleinen Läden geht. Es wurde nur mehr in den Discountern verkauft, aber ich denke, die kleinen Läden haben auch mehr Umsatz gemacht.

    Ansonsten ist klar, der Bio-Boom lenkt ein bisschen vom eigentlichen ab, nämlich zwar schon ökologische Produkte zu kaufen (vielleicht könnte man auch sagen, ganz normale, herkömmliche oder auf traditionelle Art hergestellte ohne chemische Zusatz- oder gar Austauschstoffe), regionale und lokale Produkte zu unterstützen, nachhaltig zu produzieren, soziale Verantwortung zu tragen und vor allem alles irgendwie vernünftig zu machen.

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  3. Friederike Ahlers 17. September 2007, 22:02

    Am Samstag kaufe ich im Supermarkt eine Flasche BIO Multivitaminsaft. Auf dem Etikett steht “Saft und Mark aus 9 Früchten und Karottensaft” (ich schreib jetzt erstmal nicht, von welcher Marke…), jedenfalls ist der neu. Heute trinke ich ihn, schmeckt ok aber nicht überragend, drehe beim Trinken die Flasche um und falle beim Lesen der Zutatenliste fast vom Stuhl: “Mehrfruchtssaft (…), Naktarinen-, Bananen-, Pfirsich- und Aprikosesaft, Karottensaft, natürliches Aroma”!!! Ich war immer fest davon überzeugt, daß wenn auf einer Flasche “Saft” steht, auch nichts als Saft drin sein darf, kein Wasser, kein Zucker und erst recht keine Aromazusätze. Ich habe das auch noch nie auf einer Saftpackung gelesen, komisch das da erst ein Bio Saft kommen muß…

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  4. Kirstin Walther 20. September 2007, 13:11

    Danke, Frau Ahlers, für diesen Hinweis. Aufgrund Ihrer Zitate konnte ich die Herstellerseiten finden und jetzt komme ich aus dem Staunen nicht mehr raus. Ich verfasse gleich einen Extra-Eintrag zu diesem Thema – ohne Nennung des Herstellers versteht sich.

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  5. Wolff Horbach 23. September 2007, 09:33

    Die kleinen und mittleren Bioläden müssen sich ganz neu aufstellen. Viele haben immer noch die Anmutung der ersten Öko-Welle, wo alles möglichst “alternativ” sein sollte. So sieht es teilweise heute noch in den Läden aus. Und auch die Namen der Läden, wie “Hutzelbrot”, “Mohrrübe” etc, entsprechen nicht mehr den heutigen Kunden-Bedürfnissen.

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  6. Judita Ruske 25. September 2007, 20:39

    Liebe Frau Walther,

    es stimmt, es wundert keinen, dass wir uns verhalten, wie wir uns verhalten.
    Leider haben kleien Bioläden enormen Konkurrenzdruck durch die großen Märkte und so droht ihnen das Tante-Emma-Schicksal.
    Viele reagieren leider zu unprofessionell; entweder mit ignorieren oder sie versuchen selbst einen größeren Markt zu eröffnen.

    Gerade jedoch die kleinen Läden sind es, die regionale, nachvollziehbare Ware anbieten, ein großer Alleinstellungsfaktor. Es wäre schön, wenn diese Händler selbstbewusster würden und sich mit etwas mehr Professionalität, Zielgruppenbewusstsein und klaren Botschaften dem Markt stellen würden.
    Modernes, kluges und kreativ-unternehmerisches Handeln eben.

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