“Freies Obst für freie Bürger”

von: Kirstin Walther am 18.08.2010, 14:18 Uhr in Obst,Öffentlichkeit

apfel-pfluekeDas ist der Untertitel bzw. Claim eines Projektes, das “Mundraub” heißt. Darauf wies mich vor längerer Zeit schon mal Micha hin und gestern bekam ich ne Email vom lieben Ludger, der darüber in der Süddeutschen Zeitung gelesen hatte. Und jetzt muß ich mal was drüber schreiben.

Eine super Idee dieses Projekt wie ich finde. Auf dieser Internetseite könnt Ihr nachschauen, wo in Eurer Nähe herrenloses Obst, Gemüse, Kräuter oder auch Nüsse wachsen und dann dort pflücken und essen oder weiterverarbeiten – was auch immer. Und natürlich kann man dort auch eintragen, wenn man Stellen kennt, wo etwas wächst, was niemandem gehört.

Also einmal für den Eigenverbrauch – man kann aber auch Adressen von Mostereien finden, wo man wie bei uns das Obst verkaufen könnte oder gegen leckere Säfte eintauscht. Ich hab nur noch nicht rausgefunden, wie wir uns dort eintragen können. Und die leckere Quitte gibt es auch noch nicht als Obst, ich denke aber, daß vorallem hier in Sachsen noch einige wachsen.

Das Schöne ist, daß Obst was auf ungenutzen Streuobstwiesen oder wo auch immer wächst, unserer Erfahrung nach viel besser ist, als das Meiste, was man so im Supermarkt kaufen kann, weil es nicht intensiv bewirtschaftet wird und dort auch keiner irgendwelche Chemie verspritzt. Und dann ist es auch noch kostenlos, bis auf das Hinfahren und Ernten. Aber ich glaube das lohnt sich auf jeden Fall.

Also wenn Ihr Stellen kennt, dann tragt das einfach dort ein und wenn Ihr aus unserer Gegend seid, würden wir uns natürlich riesig freuen, wenn Ihr das Obst zu uns bringt. Hier könnt Ihr Euch nochmal informieren, welche Sorten wir annehmen, wo überall und wann. Die Preise für den Obstaufkauf geben wir immer kurz vor Annahmebeginn bekannt.





Kommentare

3 Kommentare
  1. baddy 18. August 2010, 16:46

    Das “freie Obst” ist ein sog. “Allmendegut”. Nach Wikipedia: “Unter einem Allmendegut versteht man in den Wirtschaftswissenschaften Güter, deren Nutzung nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand ausschließbar ist und bei deren Nutzung Rivalität zwischen den Nutzern herrscht.” Von daher ist die Idee mit dem Posten von Orten schön, das Problem ist aber, dass jemand, der wirklich selbst Spaß an freiem Obst hat, dieses nicht öffentlich posten wird um die Rivalität nicht zu verstärken. Von daher ist davon auszugehen, dass nur solche Leute “freies Obst” posten, die kaum eigenes Interesse an Obst haben. Alle Klarheiten beseitigt?

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  2. Daniela Skrzypczak 22. August 2010, 19:59

    Ich finde diese Seite klasse … man kann es nutzen wenn man dort wohnt oder vorbei fährt. Mit dem gesünder hast Du auch Recht. Ich sage schönen Dank fürs veröffentlichen, werde diese Seite auch in meinem Blog bekannt machen. Wenn ich das nächste Mal in der Ecke von Dresden bin, schaue ich 100ig bei Euch vorbei. Liebe Grüsse nach Dresden sendet Dani.

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    Kirstin Walther23. August 2010, 11:18

    Danke, liebe Daniela. Ja, würde mich sehr freuen, wenn Du vorbeischaust. Bis dann und lg. :-)



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