Oma und Opa Walther würden sich freuen…

von: Kirstin Walther am 05.08.2010, 15:35 Uhr in Säfte und Nektare

gastroflaschen

… denn zu diesen neuen Flaschen gibt es eine total abgefahrene Geschichte. Wir hatten früher schon kleine Gastroflaschen im Sortiment. Aber genau wie bei allen übrigen Pfandflaschen im Getränkebereich hatte jeder Hersteller die gleichen Flaschen und auch die gleichen Sorten. Standard eben. Deswegen haben wir vor zwei drei Jahren damit aufgehört, weil der Aufwand viel zu groß ist – abfülltechnisch – und weil die Getränkefachgroßhändler, die diese Gebindegröße in erster Linie vertreiben schon voll sind mit vielen Herstellern.

Nun hat uns die Erfahrung aber gelehrt, daß vorallem unsere Spezialitäten wie Quitte, Rhabarber, Birne usw. besonders gern getrunken werden und so wünschte ich mir schon lange, daß wir irgendwann diese Sorten auch in kleinen Flaschen anbieten können, weil das sonst fast niemand tut.

Aber ich wollte eine andere Flasche. Am liebsten wollte ich eine, die so ähnlich aussah wie eine, die wir schon verwendeten, als ich noch Kind war, so vor 30 Jahren ungefähr. Dazu muß ich erwähnen, daß wir Walthers leider so gut wie nix aufgehoben haben aus alten Tagen, was mich manchmal ärgert – aber ist halt eben so.

Sehr flexibel ist man flaschentechnisch leider nicht, denn vorhandene Abfüllmaschinen können nicht jeden Flaschendurchmesser bewegen und mit Etikettiermaschinen ist es noch komplizierter. Nach langer Recherche wurde ich im Glaswerk Freital fündig. Eigentlich eine Milchflasche, aber sie sah so ähnlich aus wie die, an die ich mich aus meiner Kindheit erinnerte, wenn auch nur ungefähr.

Aber jetzt kommts!!! Ich erzählte in den letzten Monaten schon einigen Leuten von dieser Flasche, ohne sie zu zeigen und plötzlich schickte mir jemand ein Facebook-Foto zu, daß jemand veröffentlicht hatte (den ich nicht kenne) an seinem 30. Geburtstag. Man sieht auf diesem Foto einen kleinen Jungen, vielleicht 2 oder 3 Jahre alt und dieser trinkt Apfelsaft aus einer kleinen Flasche. UND: Es ist ne alte Walthers-Flasche und die sieht fast haargenau so aus, wie die, die ich gefunden habe und die Ihr auf dem Bild oben seht.

Und sogesehen, kann ja nun nichts mehr schiefgehen. Das war wie eine Art Zeichen für mich. Ich freu mich jedenfalls riesig, ab nächste Woche den Gastronomen, die schon drauf warten, die neuen Flaschen vorzustellen. ACH UND… Fast vergessen: Diese Flaschen – allerdings mit exklusivem bean & beluga Etikett, wird es auch in der Semperoper geben, denn bean & beluga wird ab Mitte August für das leibliche Wohl der Semperoper-Besucher sorgen. :-)

PS: Muß mich an dieser Stelle auch unbedingt bei meinem Bruder bedanken, der in diesem Zusammenhang wieder Unmögliches möglich machte, denn der Einliefertermin in die Semperoper wurde immer weiter nach vorn verlegt und ich hatte schlaflose Nächte deswegen – aber dank ihm haben wir alles geschafft. DANKE!





Kommentare

17 Kommentare
  1. Dodo 5. August 2010, 15:41

    Eine schöne Geschichte. Und ich will jetzt auch so Safttantenopaoma-Flaschen haben.

    Antworten



  2. Rainer Prümi 5. August 2010, 15:43

    Eine ganz tolle Geschichte! Wenn das mal (wieder) kein Erfolg wird, weiß ich auch nicht! 😉 Ich wünsche ihn Euch jedenfalls!!
    Gruß Rainer

    Antworten



  3. Patrick Breitenbach 5. August 2010, 15:46

    Begnadet! :-)

    Finde es einfach sensationell, weil

    a) eine empathische Story
    b) klare Differenzierung zum Wettbewerb
    c) memetischer Anker (aka Kindheitserinnerungen)
    d) und viel Herzblut

    drinsteckt.

    Aber meine blöde Marketinganalyse passt im Grunde nicht hier rein. Wollte nur sagen, wie begeistert ich (aus der Perspektive des Marketingmenschen) davon und von euch und eurem Handeln bin. :-)

    Antworten



  4. Klara Himmel 5. August 2010, 15:46

    Ihr habt Euch zu meiner Lieblingsmarke gemenschelt. Kompliment!

    Antworten



  5. Kirstin Walther 5. August 2010, 17:14

    Danke Euch ganz dolle!!! :-) Und, wegen Dodo´s Kommentar: Sollte man denn diese Kleinen mit anbieten im Shop? Gestern hatte ich über eine Art Geschenkverpackung für den Shop nachgedacht, mit Gläsern vielleicht – so als Anfix-Päckchen oder so. Aber zum Probieren wärs vielleicht nicht schlecht. Will ja nicht gleich jeder 3 Liter, wenn er z.B. noch nie Quittennektar getrunken hat. Was meint Ihr?

    Antworten


    Patrick Breitenbach5. August 2010, 19:41

    Probierpackung ist eine super Idee. Also der kleine Saft-Sixpack oder so etwas. Gläser dazu müssen noch nicht mal sein – finde ich.

    Aber eine Retroverpackung a la Holzkiste wäre nett! :-)


    Matthias Groll5. August 2010, 20:46

    Ich denke schon, dass es Sinn macht die Gastro-Flaschen im Shop anzubieten. Eine interessante Zielgruppe wären auch Unternehmen, die in ihren Konferenzräumen immer kleine Saftflaschen stehen haben … derzeit eben nur von der Konkurrenz Bauer & Co. 😉


    Kirstin Walther6. August 2010, 09:37

    Patrick: Siehste… (der Bauch) Der eigentliche Plan war auch, diese Flaschen prinzipiell in Holzkästen anzubieten – auch so wie früher. Haben wir zeitlich nur nicht geschafft – aber jetzt bin ich bestärkter denn je. Oh, das wird toll! :-)

    Matthias: Genau! Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Also für Dresden habe ich natürlich an Konferenzräume gedacht – aber warum nicht bundesweit? Ich check nächste Woche gleich mal die Versandfähigkeit von Komplettkästen.



  6. Maik Thomas 5. August 2010, 19:39

    quasi so das “Walther´s Safthandy” – wegen so handlicher flasche – weeste wie ich meen ? 😀

    ach das wollte ich jetzt einfach nur mal bringen :)

    Antworten



  7. Daniela Skrzypczak 7. August 2010, 01:03

    Mich grummelts, so ähnliche Flaschen waren der Renner nach der Schule. Für Alle gab es ein Runde aus den Holzkästen. Würde Sie auch mit in den Shop nehmen …. Grösse Ideal für Besprechungen … und Kneipen, Cafes …
    Die Grösse wäre auch etwas aus Getränkeautomaten =”Saftautomat” …..
    Wünsch ein tolles Wochenende nach Dresden ….

    Antworten


    Kirstin Walther11. August 2010, 23:00

    Danke, Daniela. Das wird bestimmt mit den Holzkästen. Freu mich schon riesig. :-)

    und über den Saftautomaten muß ich auch mal nachgrübeln…



  8. Mini-Saftflaschen sind komplett « Kelterei Walther – gesunde Obstsäfte seit 1927 11. August 2010, 16:51

    […] werden diese Flaschen auch in Kürze im Shop anbieten, so wie gewünscht bei Facebook und in diesem Blogeintrag, wo man auch eine kleine Geschichte dazu lesen kann. Und eben nicht nur in der […]


  9. catapult22 11. August 2010, 22:43

    Die Flaschen haben ein wundervolles Design. Gefällt mir. Müssen mal überlegen, ob sich daraus ein Geschenk machen lässt? Verkauf zB als “Alkoholfreier Obstler” :-) oder 3 Flaschen in einem “Saftsack”. Mal als erste spontane Ideen. Was meinst Du, Kirstin?

    Antworten


    Kirstin Walther11. August 2010, 23:02

    Hey, das wär natürlich super. Alkoholfreier Obstler klingt schon mal gut. Müssmer mal nen Kaffee ähh.. Saft drüber trinken. :-)



  10. Sibylle Eckhardt 15. Oktober 2010, 10:27

    Also du noch Kind warst… so vor 30 Jahren…

    Ach komm, das ist doch maximal 20 Jahre her 😉

    Antworten



  11. Essays 11. November 2010, 05:22

    The Grandma and Grandpa Walther is really a good drink to have I think that the given story about it is one lesson to the business mind peoples that if you face some problems then what is you need to do to solve it.

    Antworten



  12. Andreas 27. Juni 2016, 01:36

    Hallo Kirstin, bin leider über Umwege jetzt erst auf deinen tollen Artikel gestoßen, du hast es wirklich sehr detailliert auf den Punkt gebracht. Wo gibt es heute noch so leidenschaftliche Erzähl-Künste? Gute Arbeit!

    Antworten



Kommentar schreiben




Tip: Nutzen Sie den Gravatar Service um beim Kommentieren ein eigenes Bild zu verwenden.