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Die vergangenen Tage oder sogar schon Wochen waren extrem aufregend – im positiven wie auch im negativen Sinne. So etwas haben wir noch nicht erlebt. Was seit Veröffentlichung des ersten Eintrages zur DOSB-Abmahnung in der „Netzwelt“ geschah, ist so unglaublich, daß ich gar nicht weiß, wie ich es ausdrücken soll.
Ich kann nur sagen: Diese vernetzte Bloggerwelt oder die Möglichkeiten des Web 2.0 (bis vor einem Jahr Fremdwörter für uns), wie auch immer man das nennen möchte, ist einfach der Hammer. Nicht nur was die vielen Solidaritätsbekundungen anging – die kamen sogar auf dem Postweg und natürlich telefonisch zu uns. Sondern auch diese Möglichkeit des Informationsaustausches und der Informationsbereitstellung. Manchmal in diesen Tagen hatte ich das Gefühl, daß es so etwas nur im Netz geben kann und ich wünschte mir, daß es möglich wäre, auch außerhalb des Internets solche Dinge mit vereinter Kraft zu stemmen.
Das Spannende ist ja aus meiner Sicht, daß es natürlich ganz unterschiedliche Meinungen gibt bzw. gab. Und jeder kann und konnte sich seine eigene Meinung bilden, nachdem er dies und das zu diesem Thema gelesen hat. Genauso erging es uns. Erst dadurch, daß dieses Thema von so vielen Menschen (Bloggern) aufgegriffen wurde, erfuhren wir von den Hintergründen des Olympiaschutzgesetzes, vom Umgang mit Abmahnungen im Allgemeinen, von anderen Urteilen, von Voraussetzungen für die Austragung von Olympischen Spielen.
Aus diesen und anderen Gründen halte ich es für weitestgehend überflüssig, daß bestimmte Dinge überwacht bzw. zensiert werden, wie beispielsweise ein Eintrag bei Wikipedia über die Markenpolitik des DOSB, der ganz schnell wieder verschwunden war. In der Beziehung werden wir mE leider alle ziemlich entmündigt in diesem Land. So als ob man selbst mit Einschalten des Verstandes nicht in der Lage wäre, Dinge objektiv zu beurteilen. Das kann man ja auch an vielen anderen sinnlosen Gesetzen in Deutschland sehen. Und selbst wenn man im ersten Moment vielleicht über das Ziel hinausschießt, hat man immer die Möglichkeit, das wieder gerade zu biegen.
Ich könnte mich jetzt verlieren in diesen Dingen, möchte aber nicht langweilen. Offen bleibt, ob die gängige Abmahnpraxis in unserem Land in Ordnung ist, ob man via Gesetzgebung kommerzielle Institutionen bevorzugen darf, ob wir in Deutschland wirklich Meinungsfreiheit haben und was in den Augen der Gesetzgebung ein Unternehmensweblog ist. Vielleicht besteht ja aber die Möglichkeit, daß diese Themen nicht aus den Köpfen verschwinden und doch in irgendeiner Form gemeinsam etwas geändert werden kann. Nach diesen Tagen halte ich das für alles andere als unwahrscheinlich. Und äußerst passend dazu, hatten wir es ja schließlich auch mit den „Personen des Jahres“ zu tun. Wenn wundert dann, was möglich zu sein scheint.
Wir sind mächtig stolz, daß wir dazu gehören dürfen und deswegen werden wir auch weiterbloggen. Ehrlich gesagt kann ich es kaum erwarten, denn es ist viel passiert. Bloggen ist das Größte!!! In welcher Form und wann es richtig aktiv weiter geht, werden wir uns in den nächsten Tagen überlegen.
Zum Schluß möchte ich mich nochmals von ganzem Herzen – auch im Namen der ganzen Firma – bedanken, für die Blogeinträge, für die Anrufe, die Emails, die aufbauenden Gespräche, die Briefe, für die Vermittlungsversuche und für das Ergebnis, was dadurch für uns möglich wurde. DANKE!
Wir wünschen allen Lesern, Freunden, Mitstreitern und Kunden alles erdenklich Gute für das Jahr 2007!!!