Posts aus der ‘Aronia’ Kategorie

Pasteurisierung (Erhitzung) beim Aroniasaft

von: Kirstin Walther am 13.07.2012, 9:20 Uhr in Aronia,Forschung

Wir werden sehr oft gefragt, ob unser Aroniasaft pasteurisiert (erhitzt) wird und wenn ja, ob denn dann überhaupt noch was übrig ist von den Inhaltsstoffen, die die Aroniabeere so wertvoll machen.

Ja, alle unsere Säfte und Nektare werden pasteurisiert. Das macht man um die Produkte haltbar zu machen, denn durch diese Erhitzung werden Mikroorganismen abgetötet bzw. deaktiviert, die im “lebenden” Zustand zum sofortigen Verderb des Saftes führen würden. Und ja, natürlich schmeckt der Saft frisch ab Presse viiiiiel besser – aber es gibt nun mal noch keine (erlaubten) Alternativen. Konservierungsstoffe sind nur erlaubt, wenn es sich NICHT um Säfte, Nektare oder Fruchtsaftgetränke handelt. Denn für alle Getränke, die sich Saft, Nektar oder Fruchtsaftgetränk nennen, gilt in unserem Land die Fruchtsaftverordnung und diese verbietet den Zusatz von Konservierungsstoffen und auch von künstlichen Aromen. Wenn ein Produkt in Eurem Verständnis eigentlich Saft ist, aber z.B. Trunk heißt, dann gelten die Regeln der Fruchtsaftverordnung nicht. Bisschen tricky, oder? Ja, selbst die Mitarbeiter der Lebensmittelüberwachung sind mit den Regularien in Deutschland und der EU inzwischen etwas überfordert und wir auch. ABER es gilt für alle Lebensmittel: Es muß auf dem Etikett stehen, was drin ist bzw. zugegeben wurde. Deswegen im Zweifel genau lesen, wenn Ihr nicht sicher seid, was Ihr da kauft.

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Aroniasaft bei der Superillu: Getestet und für gut befunden

von: Kirstin Walther am 07.09.2010, 11:39 Uhr in Aronia,Öffentlichkeit

… oder wie Stellvertretender Chefredakteur der Superillu, Patrick Ziob, es in Twittermanier ausgedrückt hat: “Anaronia könntsch mich dodsaufen“. 😉

Wir haben uns riesig gefreut, daß der Sachsen-Aroniasaft von der Superillu getestet wurde und auch noch gut geschmeckt hat. So extrem gesund schmeckende Säfte sind ja nicht jedermanns Sache.

superillu

Drei Worte des Artikels mußte ich leider schwärzen, weil es uns als Hersteller nicht erlaubt ist, Aussagen über die Wirkungen von Produkten zu machen bzw. damit gegenüber Verbrauchern zu werben. Das haben wir neulich auch bei Facebook diskutiert, warum das so ist.

Jedenfalls ganz lieben Dank nochmals an Patrick und viele Grüße an das komplette Team der Superillu. :-)

PS: Der Ort wo wir sitzen war zwar früher mal ein Moorgebiet, aber dieser Fakt ist nicht in den Namen eingeflossen. ;-D

(Freu mich grade auch über die Funktionen der neuen Seite, weil dieser Blogpost jetzt auch gleich beim Produkt mit erscheint. Fetzt!)

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Aroniaprobiertag oder so ähnlich…

von: Kirstin Walther am 23.08.2010, 12:24 Uhr in Aronia,Öffentlichkeit

IMG 1104… wie schon angekündigt in diesem Blogpost… es ist soweit. Die Aroniabeeren an unserer Hecke sind jetzt reif, groß und wirklich lecker. Wer mag, kann ab sofort vorbeikommen und sich welche pflücken.

Nach Rücksprache mit einigen Aronauten und Noggereisessern hatten wir allerdings den Gedanken, ob wir nicht ne kleine Festivität draus machen wollen. Also wirklich nur ne kleine. Am liebsten so wie damals beim Noggertreffen. Das war so herrlich unorganisiert und spontan. Damals gings zwar um Eisessen und nicht um Aroniabeerenessen, aber alle brachten Grillsachen mit und dann gabs auch noch Knüppelkuchen am Feuerchen usw. Also ich hätte Lust auf so was.

Im Moment sind die Wetteraussichten für Samstag (nachmittag) ganz gut. Wir könnten aber auch zur Not nach innen in die Saftlagerhalle verlegen. Viel länger warten geht leider nicht, sonst sind dann Aroniarosinen an den Sträuchern. Einen 25 Liter Behälter frischen Cidre würden wir wieder ansetzen (dieses Mal in nicht gefrorener Form) und natürlich Alkoholfreies für die Kinder.

Ich organisiere gerade noch Aroniarezeptbüchlein für diejenigen, die sich Beeren mit nach Hause nehmen wollen und experimentierfreudig sind. Behältnisse müßtet Ihr aber selber mitbringen. Tupperdosen was auch immer.

Was meint Ihr?

IMG 1109

Hier nochmal ein Bild von der Hecke – also sollte reichen für alle, denke ich. Und wer keine Beeren mag, kann natürlich auch kommen. :-)

UPDATE: Hier gibts eine Anmeldeseite – zumindest für Twitternutzer – damit wir besser planen können: http://twtvite.com/4i1mjp

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Frischverzehr von Aroniabeeren

von: Kirstin Walther am 11.08.2010, 21:21 Uhr in Aronia,Öffentlichkeit

Bei uns häuften sich in letzter Zeit Anfragen von Kunden, weil sie verunsichert waren von einigen Pressemeldungen (dpa) in denen gesagt wurde, daß rohe Aroniabeeren aufgrund von enthaltener Blausäure giftig seien. Nun gibt es endlich Aufklärung.

Bild 453

Mir kam das die ganze Zeit schon spanisch vor, denn unsere Kunden, die Aroniapflanzen haben und wir selber auch, essen sehr gern Aroniabeeren direkt vom Strauch und es geht uns gut. Außerdem hab ich schon seit langem ein Bundesgesundheitsblatt hier, wo es unter anderem um Pflanzen für Kinderspielplätze geht, in dem die Aronia weil sie NICHT giftig ist, empfohlen wird. Dieses Blatt war kostenpflichtig, deswegen geht es als komplettes PDF nicht zu verlinken.

Nun hat sich zum Glück das Max-Rubner-Institut (ehemals BFEL) zu Wort gemeldet und klärt die Sache auf .

Auszug: “Nach Literaturangaben enthalten 100 g frische, rohe Aroniabeeren 11-20 mg des cyanogenen Gycosides Amygdalin d.h. etwa 0,6-1,2 mg gebundene Blausäure [2,3]. Dabei ist zu vermuten, dass der größte Anteil in den kleinen Kernen vorliegt, die beim Kauen sicher nicht vollständig zerkleinert werden. Eine einzelne Literaturstelle gibt einen Gehalt an freier Blausäure von 1,57 mg pro 100 g Beeren an [1]. Da frische Aroniabeeren aufgrund des hohen Gehaltes an Polyphenolen und organischen Säuren einen herb-säuerlich, adstringierenden Geschmack aufweisen, ist nicht davon auszugehen, dass diese Beeren in größerer Menge frisch verzehrt werden. Der Genuss einer kleinen Portion frischer Beeren ist deshalb als unbedenklich anzusehen. Zum Vergleich: Der Blausäuregehalt von süßen Aprikosenkernen, die als Snack angeboten werden, liegt im Mittel bei 2,4 mg pro 100 g [4].”

Dieses Institut war genau wie die Universität in Potsdam (wo ich auch gleich ne Anfrage hinschickte, wegen dieser komischen Meldung) an dem dreijährigen Aronia-Forschungsprojekt beteiligt, bei dem wir Industriepartner sein durften. Und in diesen drei Jahren wurde die Beere, der Saft und alle Zwischenprodukte genauestens unter die Lupe genommen.

Urheber dieser oben erwähnten Nachricht war wohl das AID (weiß es aber nicht 100 %ig, weil die Verteilung dann über dpa erfolgte), wo aber mittels Pressemitteilung das Ganze wieder richtig gestellt wurde.

So.. Da bin ich jetzt auch wieder beruhigt und wer möchte, kann gern in der Kelterei vorbeikommen – so in ca. zwei bis drei Wochen und mal von unserer Aroniahecke probieren und gern auch was mitnehmen. Die Beeren sind fast reif. Ich geb bescheid, sobald es soweit ist. Und ich versichere Euch, so herb und “adstringierend” schmecken die gar nicht, wie immer gesagt wird. Wetten? :-)

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Von Vögeln lernen und schützen mit Aronia

von: waladmin am 25.03.2010, 11:47 Uhr in Aronia,Öffentlichkeit

Im zweiten Moment mußte ich ein wenig schmunzeln, weil der gestrige Artikel in den Aachner Nachrichten auch eine Erklärung dafür liefert, warum der eine und der andere Aroniastrauchbesitzer so seinen Ärger hat mit den Vögeln. Uns erreichen manchmal Informationen wie: “Gestern habe ich mich noch über die vielen Aroniabeeren an meinem Strauch gefreut und heute waren sie alle weg! Was kann ich tun?”

Im Artikel der Aachner kann man lesen, daß US-Forscher herausgefunden haben, daß Zugvögel sich in Vorbereitung auf lange Reisen in warme Länder mit allerlei gesunden Stoffen versorgen, damit sie diese Strapazen auch gut überstehen. Instinktiv – und da haben uns Vögel und andere Tiere wohl einiges voraus – greifen sie bevorzugt zu dunklen Beeren, weil diese besonders hohe Gehalte an Antioxidantien, Mineralstoffen und Vitaminen haben. Wie so oft wurde auch hier die Aroniabeere (Apfelbeere) als Spitzenreiter von den Vögeln gekürt, weil sie mit den höchsten Gehalt an Antioxidantien aber vorallem auch Farbpigmenten (Anthocyane) hat.

Hier gehts zum Artikel: “Zugvögel beugen vor Abreise mit Beeren gegen Entzündungen vor”

Und hier noch ein Tip für Aroniapflanzenbesitzer: Vogelschutznetze für Aroniabeere

UPDATE: Hab gerade den Hinweis von Lino bekommen, daß der Spiegel auch darüber berichtet hat: Antioxidantien-Kur Dunkle Beeren schützen Vögel vor Infektionen Danke, Lino! :-)

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